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Schottland: Schleppnetzverbot lässt Meeresboden erblühen

Nach zehn Jahren Schutz zeigt sich eine enorme Artenvielfalt in der South Arran Marine Protected Area.

Hintergrund

Die Meeresböden vor Schottland galten lange als ökologisch tot – ausgebaggert, durchpflügt und ausgebeutet. Grundschleppnetze und Baggerfischerei zerstören nicht nur Lebensräume, sondern setzen auch enorme Mengen an Kohlenstoff frei, die im Sediment gebunden sind. Die South Arran Marine Protected Area (MPA) wurde 2014 als eines der ersten Gebiete eingerichtet, in dem diese zerstörerischen Methoden vollständig verboten sind.

Was ist passiert

Ein Forscherteam der University of Exeter unter Leitung von Dr. Ben Harris hat im Rahmen des Convex Seascape Survey die MPA mit benachbarten, weiterhin befischten Zonen verglichen. Das Ergebnis: In den geschützten Gewässern fanden die Wissenschaftler doppelt so viele Arten und eine dreimal so hohe Abundanz an Leben. Insgesamt identifizierten sie über 1.500 Arten, die für die Integrität des Meeresbodens entscheidend sind. „Diese Meeresböden mögen leer erscheinen, aber sie sind alles andere als das“, sagte Harris. Die Erholung der Lebensgemeinschaften erfolgte vergleichsweise schnell, während die Kohlenstoffvorräte vermutlich deutlich länger brauchen, um sich zu regenerieren.

Warum das wichtig ist

Die Studie liefert handfeste Belege dafür, dass langfristige Schutzgebiete wirken – und zwar nicht nur für Fische, sondern für das gesamte Ökosystem. Bislang erstreckt sich der Schutz in nur einem Bruchteil der 17 Prozent der EU-Hoheitsgewässer, die als Schutzgebiete ausgewiesen sind, tatsächlich bis zum Meeresboden. Die Ergebnisse könnten als Katalysator für eine breitere Einführung von Meeresbodenschutz dienen. Für Entscheider in Unternehmen und Politik zeigt sich: Nachhaltige Bewirtschaftung der Meere ist nicht nur ökologisch geboten, sondern auch ökonomisch klug, denn intakte Ökosysteme sichern langfristig Fischbestände und binden Kohlenstoff.

Ausblick

Die Forscher hoffen, dass ihre Daten politische Entscheidungen beeinflussen – etwa bei der Ausweisung neuer Schutzgebiete oder der Verschärfung von Fischereiregeln. Die Erholung der South Arran MPA zeigt, dass selbst stark geschädigte Meeresböden innerhalb eines Jahrzehnts wieder aufleben können, wenn man ihnen nur die Chance gibt. Für die internationale Gemeinschaft ist dies ein starkes Argument, den Schutz der Meere endlich ernst zu nehmen – nicht nur an der Oberfläche, sondern bis in die Tiefe.

Diese Geschichte ist zu gut, um sie für sich zu behalten.

So erzählst du es weiter

„Nach nur zehn Jahren Schutz: Der Meeresboden vor Schottland ist wieder voller Leben – ein echtes Naturwunder!"

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