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Schüler-Kunst sammelt 1 Million Dollar für Hilfsprojekte

114.445 junge Menschen aus aller Welt schufen 90.720 Kunstwerke und lösten damit je 5 Dollar Spenden aus.

Kunst kann nicht nur Ausdruck sein, sondern auch konkret helfen. Das beweist das globale Programm Students Rebuild, das von der Nonprofit-Organisation Creative Visions getragen wird. Der Ansatz ist einfach: Junge Menschen zwischen 5 und 25 Jahren setzen sich mit einem jährlichen Thema auseinander – dieses Jahr lautet es „Unique & United“ (Einzigartig & Vereint) – und drücken ihre Gedanken in Kunst aus. Das kann ein Gemälde, ein Theaterstück, ein Spiel oder sogar ein selbst programmiertes Musikstück sein. Für jedes eingereichte Werk spendet Creative Visions 5 Dollar an Partnerorganisationen, bis zu einer jährlichen Obergrenze von einer Million Dollar.

In diesem Jahr haben 114.445 Teilnehmende aus aller Welt 90.720 Kunstwerke geschaffen und damit die volle Millionensumme freigeschaltet. Das Geld geht unter anderem an die britische Organisation Choose Love, die Geflüchtete und Vertriebene unterstützt. Konkret profitieren Projekte in der Ukraine, in Griechenland und anderswo: etwa der Dobrodiy Club in der Ukraine, der Kindern nach Kriegserlebnissen hilft, oder Free Movement Skateboarding in Griechenland, das Skateboarding mit psychosozialer Unterstützung verbindet.

Doch das Programm zielt nicht nur auf die Spendensumme ab. Es misst auch, was die Teilnahme bei den jungen Menschen bewirkt: „Creative Agency“ – also das Vertrauen, dass die eigene Kreativität etwas verändern kann. Sarah Fanslau, die bei Creative Visions für die Wirkungsmessung zuständig ist, erklärt: „Wir fragen: Glauben junge Leute, dass sie die Welt um sich herum beeinflussen können? Hilft ihnen dieses Programm, ihre eigene Wirksamkeit zu erkennen?“ Erste Ergebnisse zeigen, dass die Teilnehmenden nicht nur mehr über globale Themen lernen, sondern auch stärker das Gefühl haben, etwas bewegen zu können.

Für Lehrerinnen und Lehrer ist das Programm ein willkommenes Werkzeug, um Kunst und gesellschaftliches Engagement zu verbinden – gerade in Zeiten, in denen die Kunstförderung an Schulen oft gekürzt wird. Jedes Team hat ein Online-Dashboard, das live anzeigt, wie viel Geld durch die eigenen Werke bereits freigeschaltet wurde. Das macht den Erfolg sichtbar und motiviert. So wird aus einem Schulprojekt eine globale Bewegung, die zeigt: Kunst ist nicht nur schön, sie kann auch Brücken bauen und Leben verändern.

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„114.000 Schüler haben Kunst gemacht – und damit eine Million Dollar für Geflüchtete freigeschaltet. Krass, oder?"

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