Schulen gegen Rechts: Netzwerk wächst auf 5000
Rechtsextreme Positionen dringen zunehmend in Klassenzimmer ein.
Hakenkreuze an den Wänden, verbale und körperliche Gewalt – was tun, wenn menschenfeindliche Positionen in den Unterricht schwappen? Die Pädagogin Sanem Kleff hat Antworten. 'Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage' ist das größte Schulnetzwerk Deutschlands mit mehr als 5.000 Mitgliedsschulen. Wenn eine Schule Mitglied wird, verpflichtet sie sich damit freiwillig, sich gegen Diskriminierung einzusetzen und jedes Jahr nachhaltige Projekte gegen jede Form von Diskriminierung, insbesondere Rassismus, durchzuführen.
Sanem Kleff hat das Netzwerk mehr als 25 Jahre als Direktorin gemeinsam mit dem langjährigen Geschäftsführer Eberhard Seidel weiterentwickelt und geprägt. Im Gespräch blickt Kleff auf die Antidiskriminierungsarbeit in Deutschland, den Rechtsruck an Schulen und die Grenzen pädagogischer Arbeit. Gleichzeitig hat sich die Gesellschaft verändert. Heute hat etwa ein Viertel der Jugendlichen ein geschlossenes rechtsextremes Weltbild, wie Studien zeigen.
Lehrkräfte sind damit konfrontiert – zugleich stammen auch sie aus den gesellschaftlichen Zusammenhängen, in denen solche Positionen vertreten werden. Deshalb ist das kein rein pädagogisches Problem, sondern ein politisches. Trotzdem bin ich überzeugt, dass gute politische Bildung junge Menschen widerstandsfähiger gegen rechtsextreme Ideologien machen kann. Genau dort setzt unser Netzwerk an.
Belegt durch
- Archiv vor September 2026, nicht nach heutigem Verfahren geprüft. Berichtet von Perspective Daily.