Sechs Low-Tech-Gadgets für einen bildschirmfreien Sommer
Von der Wählscheibe bis zum Mikroskop: Diese Geräte fördern Kreativität und echte Gespräche – ganz ohne Bildschirm.

Ein Sommer ohne Bildschirme – für viele Eltern klingt das verlockend, aber auch herausfordernd. Denn Kinder lieben Technik, und ein kompletter Verzicht fällt schwer. Die Lösung könnte in einer cleveren Nische liegen: Low-Tech-Gadgets, die Spaß machen, ohne dass ein Display leuchtet. Sechs solcher Geräte zeigen, wie das gelingen kann.
Das Telefon „Tin Can“ etwa sieht aus wie ein Retro-Apparat mit Wählschnur, funktioniert aber über WLAN. Eltern legen per App fest, wen das Kind anrufen darf und wann. Der Clou: Es gibt keine Apps, kein Internet, keine Kamera – nur Stimme. „Kinder lieben es, weil es sich wie ihr eigenes Ding anfühlt“, sagt Mitgründer Chet Kittleson. „Großeltern erzählen uns, dass sie zum ersten Mal echte Gespräche mit ihren Enkeln führen.“
Der 3D-Stift „3Doodler“ wiederum verwandelt Zeichnungen in dreidimensionale Objekte. Er funktioniert wie eine Mischung aus 3D-Drucker und Klebepistole: Aus geschmolzenem Kunststoff entstehen Figuren, die sofort aushärten. Das Modell „Start+“ arbeitet mit niedrigen Temperaturen und ist für Kinder ab fünf Jahren geeignet. Die Plastikfäden sind zwar teuer, aber es gibt eine umweltfreundliche Variante aus biologisch abbaubarem Material.
Ein besonders preiswertes Gerät ist das Taschenmikroskop des Natural History Museum in London. Für umgerechnet etwa 18 Euro bekommt man ein robustes Mikroskop, das 20- bis 40-fach vergrößert und Stürze überlebt. Mit eingebauter LED und abnehmbarem Sockel lässt es sich direkt auf Baumrinde oder Steinen nutzen – oder zu Hause an Zucker und Kräutern.
Der „Karri Messenger 2“ ist ein kleiner, handlicher Kommunikator ohne Bildschirm. Kinder senden Sprachnachrichten per „Slide-to-Talk“-Knopf, ähnlich einem Walkie-Talkie. Ein GPS-Tracker gibt Eltern Sicherheit, und das schlichte Design gefällt auch Teenagern. „Es sollte stimmbasiert, fühlbar und intuitiv sein“, sagt Mitgründer Pete Clifford.
Die Sofortbildkamera „Fujifilm Instax Mini 12“ ist ein Klassiker: Sie schießt Bilder in Kreditkartengröße, die sofort ausgedruckt werden. Der Twist zum Einschalten und die automatische Belichtung machen sie einfach zu bedienen. Und die „Ambessa Play DIY Torch“ ist ein Bausatz für eine aufziehbare Taschenlampe: Kinder lernen dabei, wie kinetische Energie funktioniert. Wer einen Bausatz kauft, spendet automatisch einen weiteren an ein Kind in einem Flüchtlingslager – in acht Ländern weltweit.
Diese sechs Geräte sind mehr als nur Spielzeug. Sie zeigen, dass Technik nicht immer Bildschirme braucht, um zu begeistern. Und sie geben Eltern eine Handreichung für einen Sommer, der nicht von Smartphones dominiert wird.
Diese Geschichte ist zu gut, um sie für sich zu behalten.
So erzählst du es weiter
„Stell dir vor: Ein Telefon ohne Bildschirm, das Kinder lieben – und Eltern auch. Genau das gibt es jetzt."
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