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NASA-Sonde entdeckt Asteroid mit Spuren von Wasser

Der Asteroid Donaldjohanson trägt Tonminerale, die nur mit flüssigem Wasser entstehen können.

Beat: Innovation & Wirtschaft · Peer-Review

Asteroiden sind wie Zeitkapseln aus der Frühzeit unseres Sonnensystems. Sie bestehen aus Gestein und Staub, die sich vor über 4,5 Milliarden Jahren zusammengeballt haben. Die NASA-Sonde Lucy hat nun einen ganz besonderen dieser Himmelskörper genauer unter die Lupe genommen: den Asteroiden Donaldjohanson. Bei einem Vorbeiflug im April 2025 entdeckte die Sonde, dass der Asteroid eine ungewöhnliche Form hat – er sieht aus wie eine Erdnuss, besteht also aus zwei miteinander verbundenen Brocken. Noch spannender ist jedoch, was die Instrumente an Bord auf seiner Oberfläche fanden: Tonminerale, die reich an Eisen sind. Diese Minerale können nur dann entstehen, wenn flüssiges Wasser vorhanden war. Das bedeutet, dass Donaldjohanson vor langer Zeit kurzzeitig mit Wasser in Kontakt gekommen sein muss.

Die Forscher gehen davon aus, dass der Asteroid vor etwa 155 Millionen Jahren bei einer Kollision entstanden ist. Damals prallten zwei größere Brocken aufeinander, und die Trümmer fügten sich zu dem heutigen Doppelkörper zusammen. Seitdem hat ihn eine unsichtbare Kraft verändert: die Sonnenstrahlung. Wenn Sonnenlicht auf den Asteroiden trifft, erwärmt er sich und gibt die Wärme als Infrarotstrahlung wieder ab. Dieser winzige Rückstoß reicht aus, um die Rotation des Asteroiden über Jahrmillionen hinweg zu verlangsamen. Heute taumelt Donaldjohanson wie ein Kreisel, der fast stehen bleibt.

Die Entdeckung von Wasserspuren auf einem Asteroiden ist besonders wichtig, weil sie Hinweise darauf liefert, wie Wasser auf die Erde gekommen sein könnte. Viele Wissenschaftler vermuten, dass Asteroiden und Kometen das Wasser auf unseren Planeten gebracht haben. Donaldjohanson ist ein weiteres Puzzlestück in diesem Bild. Anders als die Asteroiden Bennu und Ryugu, die ebenfalls Wasser aufweisen, ist Donaldjohanson viel jünger und hat nur kurz mit Wasser zu tun gehabt. Das deutet darauf hin, dass Wasser im Sonnensystem nicht überall gleich lange vorhanden war.

Die Lucy-Mission ist noch lange nicht zu Ende. Sie wird in den kommenden Jahren die Jupiter-Trojaner erforschen – eine Gruppe von Asteroiden, die sich auf der gleichen Umlaufbahn wie der Planet Jupiter bewegen. Diese Himmelskörper gelten als besonders ursprünglich und könnten weitere Geheimnisse über die Entstehung der Planeten preisgeben. Jede neue Entdeckung wie die von Donaldjohanson bringt uns dem Verständnis näher, wie unser Sonnensystem und letztlich auch die Erde entstanden sind.

Diese Geschichte ist zu gut, um sie für sich zu behalten.

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„Stell dir vor: Ein Asteroid, der wie eine Erdnuss aussieht und Spuren von Wasser trägt. Genau den hat die NASA jetzt entdeckt."

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