Seltener Geier kehrt nach Kambodscha zurück
Geier fressen Aas und verhindern so die Ausbreitung von Krankheiten.
Geier sind die Gesundheitspolizei der Natur: Sie fressen Kadaver großer Tiere und verhindern so, dass sich Krankheiten ausbreiten. Gleichzeitig recyceln sie Nährstoffe schneller als Bakterien und Insekten. Doch genau diese Lebensweise macht sie verwundbar – fressen sie an einem vergifteten Tier, sterben sie selbst.
In Kambodscha war die Population der Weißbürzelgeier vor zehn Jahren durch eine Vergiftung fast ausgelöscht worden. Nun gelang Naturschützern ein wichtiger Erfolg: Im Lomphat-Wildtierschutzgebiet wurde erstmals wieder ein Exemplar dieser vom Aussterben bedrohten Art gesichtet. Die Entdeckung gelang an einer sogenannten „Geier-Futterstation“, die von der Organisation NatureLife Cambodia betrieben wird.
„Die Rückkehr zeigt, dass unsere Schutzbemühungen einen Unterschied machen“, sagte Bou Vorsak, Geschäftsführer von NatureLife Cambodia. „Wir verbessern die Lebensbedingungen und sichern eine verlässliche Nahrungsquelle.“ Bei derselben Zählung wurden auch fünf Rotschopfgeier gesichtet, eine weitere vom Aussterben bedrohte Art.
Die größte Bedrohung für die Geier bleibt Vergiftung – sei es durch Bleimunition, direkte Vergiftung oder Pestizide wie DDT. Dank Aufklärungskampagnen sei die Zahl der Vergiftungsfälle jedoch von über 30 pro Jahr auf ein bis drei gesunken, so Vorsak. Um die Tiere zusätzlich zu schützen, verteilt die Futterstation einmal im Monat einen großen Tierkadaver.
Trotz des Erfolgs ist die Lage prekär: Bei der jüngsten Zählung wurden weniger als 200 Geier in der Region registriert. Die Art ist damit weiterhin vom Aussterben bedroht. Doch die Rückkehr des Weißbürzelgeiers gibt Hoffnung, dass sich die Bestände mit konsequentem Schutz langsam erholen können.
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- Archiv vor September 2026, nicht nach heutigem Verfahren geprüft. Berichtet von Good News Network.
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