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tiere Indonesien · ID

Seltener Papagei auf indonesischem Gipfel wiederentdeckt

Der Blaustirn-Lori wurde nach über 100 Jahren zum zweiten Mal fotografiert – ein Erfolg für den Artenschutz.

16. Juni 2026 1 Min. Lesezeit KI-recherchiert · von Menschen verantwortet Quelle: Mongabay

Stell dir vor, du suchst 100 Jahre lang nach einem Vogel – und dann sitzt er plötzlich vor dir. Genau das ist einem Team aus indonesischen Bergsteigern und internationalen Naturschützern auf der Insel Buru gelungen. Sie haben den Blaustirn-Lori fotografiert, einen kleinen Papagei mit leuchtend grünem Gefieder und orangefarbenem Schnabel, der nur hier vorkommt. Die letzte bestätigte Sichtung war 2014, davor gab es nur sieben Museumsexemplare aus den 1920er Jahren.

Die Expedition war eine Strapaze: 14 Tage lang kämpften sich die Forscher durch den dichten Dschungel und über scharfkantigen Kalkstein, um den Gipfel des Mount Kapalatmada auf 2700 Metern zu erreichen. In den Wolkenwäldern dort oben, wo die Bäume von Moosen und Flechten überzogen sind, entdeckten sie schließlich zwei der Vögel. „Ich sah zwei kleine Vögel in einen nahen Baum fliegen und hob mein Fernglas“, erzählt John C. Mittermeier, der die Suche leitete. „Da habe ich kurz ausgesetzt – vor Freude.“

Das Besondere: Das Team nahm auch die hohen, schrillen Rufe des Loris auf – eine Premiere. Damit können Forscher den Vogel nun auch akustisch nachweisen, ohne ihn sehen zu müssen. Der Blaustirn-Lori galt lange als verschollen, weil sein Lebensraum in den Tieflandwäldern Burus durch Abholzung bedroht ist. Die Entdeckung im Hochland zeigt, dass er sich in höhere, unzugänglichere Regionen zurückgezogen hat.

Für den Artenschutz ist das ein wichtiges Signal. Es beweist, dass selbst kleine, isolierte Populationen überleben können, wenn ihre Rückzugsorte intakt bleiben. Die Organisationen hinter der Suche – American Bird Conservancy, Re:wild und BirdLife International – hoffen, dass die Wiederentdeckung den Druck erhöht, die Wälder Burus zu schützen. Denn wer einen Vogel findet, den alle schon aufgegeben hatten, der weiß: Es lohnt sich, weiterzusuchen.

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„Stell dir vor, ein Vogel galt 100 Jahre als verschollen – und dann taucht er plötzlich wieder auf. Genau das ist passiert."

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