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Student gründet Debattenclub gegen Polarisierung

Aneesh Swaminathan erhält Phi-Beta-Kappa-Stipendium für seinen Einsatz für zivilen Dialog und Meinungsvielfalt.

Beat: Gesundheit & Forschung · Peer-Review

Aneesh Swaminathan kam 2020 an die Johns Hopkins University in Baltimore – mitten in einer Zeit, die von den Protesten in seiner Heimatstadt Minneapolis und den hitzigen Debatten um die Corona-Maßnahmen geprägt war. Statt sich zurückzuziehen, suchte er den Austausch. „Ich wollte mit herausfordernden Themen und Ideen konfrontiert werden“, sagt der heute 21-Jährige. Er vermisste an seiner Uni eine Kultur, in der unterschiedliche Ansichten nicht nur toleriert, sondern aktiv und respektvoll diskutiert werden.

Also gründete Swaminathan die „Hopkins Political Union“ – eine Diskussionsgesellschaft nach dem Vorbild des berühmten Oxford Union in England oder der Harvard Political Union. Hier treffen sich Studierende aller Fachrichtungen und politischen Überzeugungen, um über kontroverse Themen zu debattieren. Die Union bringt unter anderem die konservative und die liberale Studentengruppe der Uni für regelmäßige Gespräche zusammen. „Das Ziel ist, einen Raum zu schaffen, in dem man frei seine Meinung sagen kann – und zuhört, was andere zu sagen haben“, erklärt Swaminathan.

Sein Engagement blieb nicht unbemerkt. Anfang Juni wurde er von der renommierten akademischen Ehrengesellschaft Phi Beta Kappa mit einem „Key into Public Service“-Stipendium ausgezeichnet. Er ist einer von nur 20 Studierenden landesweit, die diese Förderung erhalten – und der erste in der Geschichte der Johns Hopkins University. Das Stipendium umfasst 7.600 Dollar und eine Einladung zu einer Konferenz in Washington, D.C., bei der die Stipendiaten lernen, wie sie in den öffentlichen Dienst gehen können.

Swaminathan selbst studiert Molekular- und Zellbiologie sowie Politikwissenschaft und forscht im Bereich Gesundheitspolitik. Sein Ziel: die oft getrennten Welten von Wissenschaft und Politik zu verbinden. „Zivile Dialoge über Unterschiede hinweg, freie Meinungsäußerung und das offene Austragen von Ideen – das sind Tugenden, die nicht nur für die Forschung, sondern auch für die Demokratie unverzichtbar sind“, sagt er. Neben der Uni engagiert er sich als Mentor für Schüler in Naturwissenschaften und organisiert Wettbewerbe für den Nachwuchs.

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„Ein Student hat an seiner Uni einen Debattenclub gegründet, der Linke und Rechte an einen Tisch bringt. Dafür gibt's jetzt ein Stipendium."

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