Tansanischer Gecko durch Artenschutz gerettet
Durch Schutzmaßnahmen und Wiederaufforstung erholt sich der Williams Electric Blue Day Gecko in Tansania.

Der Williams Electric Blue Day Gecko ist eine kleine, leuchtend blaue Echse, die nur in zwei kleinen Waldschutzgebieten im zentralen Tansania vorkommt: Kimboza und Ruvu. Die Art ist fast vollständig auf Schraubenbäume angewiesen – eine besondere Palmenart, die ihr Schutz, Nahrung und Brutplätze bietet. Diese enge Bindung machte den Gecko extrem verletzlich: Sammler fällten die Bäume, um an die Tiere zu gelangen, und schätzten, dass bis 2009 Zehntausende Geckos aus der Wildnis entnommen wurden. Die Art wurde daraufhin als „vom Aussterben bedroht“ eingestuft, und 2017 verbot das internationale Artenschutzabkommen CITES den kommerziellen Handel.
Doch das Verbot allein reichte nicht. Vor Ort im Kimboza-Wald arbeitete der Forstökologe Charles Kilawe gemeinsam mit Menschen aus den umliegenden Dörfern und Rangern daran, die invasive Spanische Zeder zu entfernen. Diese Baumart hatte sich im Schutzgebiet stark ausgebreitet und die heimische Vegetation verdrängt. Seit 2016 haben sie fast 100.000 Zedern gefällt, die Waldbrände um rund 80 Prozent reduziert und jedes Jahr etwa 5.000 einheimische Bäume gepflanzt.
Diese Maßnahmen zeigen Wirkung: Die Gecko-Population erholt sich langsam und kehrt zu früheren Beständen zurück. Auch andere Tiere profitieren von der Wiederherstellung des Waldes, darunter Blaumeerkatzen, Weißbrust-Rotschwänze und Trompeterhornvögel. Die Geschichte des kleinen blauen Geckos zeigt, dass konzentrierter Artenschutz – bestehend aus Handelsverboten, Wiederaufforstung und lokaler Zusammenarbeit – selbst stark bedrohte Arten retten kann.
Diese Geschichte ist zu gut, um sie für sich zu behalten.
So erzählst du es weiter
„Ein winziger blauer Gecko war fast ausgestorben – jetzt kehrt er zurück, weil Menschen seinen Wald retten."
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