Tausende Flamingo-Küken schlüpfen in der Türkei
Nach fast ausgetrocknetem See 2021: 5.000 Küken dank Wasserpump-Projekt

Der Tuz-See in der zentralanatolischen Steppe der Türkei ist einer der wichtigsten Brutplätze für den Rosaflamingo weltweit. Doch 2021 trocknete der See fast vollständig aus – eine Folge von Rekordtemperaturen und ausbleibenden Regenfällen. Tausende Flamingo-Küken verendeten. Der See, der keinem Fluss entwässert, sondern nur durch Grundwasser, zwei Bäche und Regen gespeist wird, war bereits in den Jahren zuvor immer wieder stark geschrumpft. 2016 war das Seebecken komplett trocken.
Doch nun gibt es Grund zur Freude: Drohnenaufnahmen vom 10. Juni zeigen rund 5.000 Flamingo-Küken, die von ihren Eltern behütet werden und erste Überlebensfähigkeiten erlernen. „Wir werden die Verluste der Vorjahre mit diesen Küken mehr als ausgleichen“, sagt Fahri Tunç, Präsident des Vereins „Bird’s Eye View and Ecology Association“. Die Zahl der Küken sei doppelt so hoch wie im Vorjahr – und das Vorjahr hatte bereits eine Verdopplung zum Jahr davor gebracht.
Ermöglicht wurde diese Erholung durch ein Wasserpump-Projekt, das die türkische Generaldirektion für den Schutz natürlicher Vermögenswerte 2022 startete. Es pumpt Wasser in die Feuchtgebiete, in denen die Flamingos nisten. 2024 gab es erstmals keine Massensterben mehr. Der Erfolg zeigt, dass selbst in einem vom Klimawandel besonders betroffenen Gebiet – die Region um das Mittelmeer erwärmt sich laut NASA überdurchschnittlich – gezielte Schutzmaßnahmen wirken können. Naturschützer hoffen nun, dass sich der Trend fortsetzt.
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„Nach dem Massensterben 2021: Jetzt schlüpfen wieder tausende Flamingo-Küken am Tuz-See in der Türkei."
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