Tiere kommunizieren artübergreifend für Zusammenarbeit
Studie zeigt: Warzenschweine und Mangusten nutzen Signale zur gegenseitigen Hilfe.

Tiere einer Art kommunizieren normalerweise mit eigenen Signalen. Doch was passiert, wenn Warzenschweine mit Zebramangusten zusammenarbeiten wollen? Katie Dunkley von der University of Oxford und ihr Team haben in einer Übersichtsstudie in der Fachzeitschrift Animal Behaviour untersucht, wie Tiere verschiedener Arten miteinander kommunizieren, um zu kooperieren.
Warzenschweine beispielsweise geben Zebramangusten durch ihre Körperhaltung zu verstehen, dass sie nach Parasiten abgesucht werden möchten: Wenn sie knien, sich auf die Seite legen oder still stehen bleiben, wissen die Mangusten, dass sie die Schweine putzen können. Im Gegenzug erhalten die kleinen Raubtiere Nahrung und profitieren von der Wachsamkeit der Warzenschweine, die Schutz vor Räubern bieten.
Solche kooperativen Beziehungen, auch Mutualismus genannt, gibt es bei vielen Tierarten – von Insekten über Fische bis zu Vögeln. Ein bekanntes Beispiel ist der Große Honiganzeiger, ein Vogel in Subsahara-Afrika, der Bienenwachs frisst. Er lockt mit seinem Geschnatter Menschen an, die dann die Bienennester öffnen, um an den Honig zu gelangen. Der Vogel kann anschließend das Wachs und die Larven fressen.
Die Forscher unterscheiden zwischen Hinweisen und Signalen. Wenn Fischer in Brasilien Delfine beobachten, die sich auffällig bewegen, deuten sie dies als Hinweis auf nahe Fischschwärme und werfen ihre Netze aus. Ob die Delfine den Menschen gezielt ein Signal geben, ist unklar. Die Honiganzeiger hingegen rufen gezielt nach ihren Helfern, die durch Rufe oder Pfiffe antworten und sich zu den Nestern führen lassen. Evolutionär könnten solche Signale aus Hinweisen entstanden sein.
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„Hast du gewusst, dass Warzenschweine Zebramangusten durch ihre Körperhaltung sagen, dass sie geputzt werden wollen?"
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