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Seltene Ringelschwanzkatze auf Privatwald in Oregon gesichtet

Das Tier zeigt: Jahrzehntelange Renaturierung eines 405 Hektar großen Waldes durch ein Paar zahlt sich aus.

In den Wäldern Oregons lebt ein Tier, das die meisten Menschen noch nie gesehen haben: die Ringelschwanzkatze, auch „Bergmannskatze“ genannt. Sie ist kein echter Katze, sondern ein entfernter Verwandter des Waschbären – kleiner als eine Hauskatze, nachtaktiv und extrem scheu. Lange Zeit wurde sie von Bergleuten als Haustier gehalten, weil sie Mäuse und Ratten jagte. Heute ist sie in den USA gesetzlich geschützt, aber kaum erforscht.

Umso überraschender war die Entdeckung auf dem Grundstück von Bill und Sarah Epstein. Die beiden hatten vor Jahrzehnten ein stark geschädigtes Waldstück in der Siskiyou-Bergkette gekauft. Der Wald war durch intensive Holzwirtschaft und einen verheerenden Brand im Jahr 1973 stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Statt das Land einfach sich selbst zu überlassen, begannen die Epsteins mit einer systematischen Renaturierung.

Sie pflanzten einheimische Bäume, schützten Bachläufe und schufen Lebensräume für Vögel, Amphibien und Säugetiere. Über die Jahre kehrten Hunderte Arten zurück. Die 405 Hektar große Fläche, heute „Epstein Family Forest“ genannt, ist ein Mosaik aus Eichenwäldern, Nadelbäumen, Feuchtgebieten und Flussläufen geworden.

Den entscheidenden Schritt machte das Paar, nachdem ein Familienmitglied an Krebs erkrankt war. Sie übertrugen das Land in eine dauerhafte Naturschutzvereinbarung, ein sogenanntes „Working Forest Conservation Easement“. Das bedeutet: Der Wald bleibt bewirtschaftet, aber nach strengen ökologischen Regeln – für immer. Die Organisation Pacific Forest Trust überwacht die Einhaltung.

Die Sichtung der Ringelschwanzkatze auf einer Wildkamera ist für die Epsteins der Lohn ihrer Arbeit. „Es ist ein tiefes Gefühl der Beruhigung zu wissen, dass die Ziele für unser Land für immer geschützt sind“, sagte das Paar in einer Erklärung. Die Aufnahme zeigt das Tier, wie es kurz in die Kamera blickt und dann weiterzieht – ein kleiner, aber bedeutungsvoller Beweis dafür, dass privates Engagement einen messbaren Unterschied für die Artenvielfalt machen kann.

Diese Geschichte ist zu gut, um sie für sich zu behalten.

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„Stell dir vor, du kaufst einen kaputten Wald, heilst ihn über Jahrzehnte – und dann zeigt dir eine Wildkamera ein Tier, das fast niemand je sieht. Genau das ist passiert."

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