Toronto: 532.000 Mehrwegbecher statt Einwegmüll bei der WM
Fans geben Becher zurück – bis zu 237.378 Pfund Abfall vermieden.

Die Fußball-Weltmeisterschaft lockt Zehntausende Fans nach Toronto – und normalerweise hinterlassen solche Massenveranstaltungen Berge von Müll. Allein in der FIFA-Fan-Zone im Fort York Park werden Hunderttausende Getränke ausgeschenkt. Bisher landeten die meisten Becher nach einmaligem Gebrauch im Abfall. Das ändert sich jetzt grundlegend.
Die Firma Muuse Canada stellt für das Event 532.000 Mehrwegbecher aus stabilem Polypropylen-Kunststoff zur Verfügung. Jeder Becher ist so konzipiert, dass er bis zu 500 Mal gespült und wieder befüllt werden kann. Statt die Becher wegzuwerfen, bringen die Besucher sie nach dem Trinken zu speziellen Rückgabestationen auf dem Gelände. Von dort werden sie gereinigt und erneut eingesetzt.
Die erwartete Wirkung ist enorm: Nach Berechnungen von Muuse Canada werden durch dieses System rund 237.378 Pfund – etwa 108 Tonnen – Abfall vermieden. Das entspricht dem Gewicht von rund 60 Kleinwagen. Scott Morrison, der Geschäftsführer von Muuse Canada, zieht einen treffenden Vergleich: „Wenn du in die Cafeteria von IKEA gehst, hinterfragst du nicht, ob du Teller, Besteck und Gläser dort lassen sollst. Das System ist so gestaltet, dass es offensichtlich ist, dass du die Sachen zurückbringst – und es komisch wäre, wenn du es nicht tust.“
Dieses Prinzip der „offensichtlichen Rückgabe“ ist der Schlüssel zum Erfolg. Die Fan-Zone wird nicht nur zum Ort des Feierns, sondern auch zum lebendigen Beispiel dafür, wie große Events ihren Ressourcenverbrauch drastisch senken können. Während die Weltmeisterschaft die Menschen zusammenbringt, zeigt Toronto, dass Nachhaltigkeit und Feststimmung kein Widerspruch sein müssen – im Gegenteil: Die wiederverwendbaren Becher werden zum stillen Helden des Turniers.
Diese Geschichte ist zu gut, um sie für sich zu behalten.
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„Stell dir vor, 532.000 Becher statt Müll – bei der WM in Toronto hat's geklappt! 🏆♻️"
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