Tourismus schützt Regenwald in der Elfenbeinküste
Chimpansen-Tracking und Fotografie finanzieren den Schutz des Taï-Nationalparks.

Im Südwesten der Elfenbeinküste liegt der Taï-Nationalpark, einer der letzten großen Regenwälder Westafrikas. Hier leben seltene Tiere wie Schimpansen, Waldelefanten und Zwergflusspferde. Doch der Park ist bedroht: Illegale Abholzung, Brandrodung für Plantagen und Wilderei setzen dem Ökosystem zu. Ein neues Projekt setzt nun auf eine ungewöhnliche Kombination: Tourismus und Fotografie.
Das Programm heißt „Rare animals, photography and Instagram“ und wird von lokalen Guides wie Evariste Tere angeboten. Sie führen Besucher zu den Nistplätzen der Schimpansen, erklären das Verhalten der Tiere und zeigen, wie man sie mit der Kamera einfängt. Die Einnahmen aus diesen Touren fließen direkt in den Schutz des Parks – in die Bezahlung von Rangern, die Aufforstung von gerodeten Flächen und die Aufklärung der Dorfgemeinschaften.
Der Clou: Die Touristen teilen ihre Fotos auf Instagram und machen so weltweit auf den Park aufmerksam. Das lockt weitere Besucher an und schafft einen Kreislauf, der den Wald wertvoller macht, wenn er stehen bleibt, als wenn er abgeholzt wird. Für die lokale Bevölkerung entstehen Arbeitsplätze als Guides, Köche oder Fahrer – eine Alternative zur Brandrodung, die den Boden langfristig unfruchtbar macht.
Erste Erfolge sind sichtbar: Die Schimpansenpopulation im Taí-Park ist stabil, und die Zahl der Wildereifälle ist zurückgegangen. Wissenschaftler begleiten das Projekt und dokumentieren, wie sich die Artenvielfalt entwickelt. Das Modell könnte Schule machen: Ähnliche Projekte sind in anderen Regenwaldregionen Afrikas denkbar, etwa in Gabun oder der Demokratischen Republik Kongo.
Kritiker fragen, ob Tourismus nicht selbst eine Belastung für die Natur darstellt. Die Betreiber des Projekts verweisen auf strenge Regeln: Nur kleine Gruppen, keine Störung der Tiere, keine Abfälle. Zudem fließt ein Teil der Einnahmen in die Wiederaufforstung. So könnte der Taí-Nationalpark zu einem Beispiel dafür werden, wie Naturschutz und wirtschaftliche Entwicklung Hand in Hand gehen – und wie Instagram dabei hilft, einen Regenwald zu retten.
Diese Geschichte ist zu gut, um sie für sich zu behalten.
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„Stell dir vor: Dein Instagram-Foto hilft, einen Regenwald zu retten. Genau das passiert gerade in der Elfenbeinküste."
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