Ökologie Bali

Erster globaler Gipfel gegen Tierquälerei im Internet

In Bali trafen sich 400 Organisationen, um gegen 5,3 Milliarden Aufrufe von Tierquälerei-Videos vorzugehen.

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In Bali trafen sich 400 Organisationen, um gegen 5,3 Milliarden Aufrufe von Tierquälerei-Videos vorzugehen.

Tierquälerei ist längst kein Randphänomen mehr im Internet. Immer mehr sogenannte Influencer produzieren und verbreiten Videos, in denen Tiere gequält werden – oft mit Millionen Abonnenten und Milliarden Aufrufen. Ein Bericht der Social Media Animal Cruelty Coalition (SMACC) aus dem Jahr 2021 identifizierte 5.480 solcher Videos, die insgesamt mehr als 5,3 Milliarden Mal angesehen wurden. 17 der verantwortlichen Kanäle hatten über eine Million Abonnenten, zwei davon sogar über 30 Millionen.

Um diesem Trend etwas entgegenzusetzen, fand am 11. und 12. Juni 2025 in Bali, Indonesien, der erste internationale Gipfel zum Thema Online-Tierquälerei statt. Organisiert wurde er von der Asia for Animals Coalition (AfA), dem weltweit größten Netzwerk von Tierschutzorganisationen mit über 400 Mitgliedern. Die Teilnehmer – darunter Tierschützer, Experten und Plattformvertreter – erarbeiteten konkrete Maßnahmen, um die Verbreitung solcher Inhalte einzudämmen.

„Online-Tierquälerei verbreitet sich in einem Ausmaß, das keine einzelne Organisation, Plattform oder Regierung allein lösen kann“, sagte Nicola O’Brien, die leitende Koordinatorin von SMACC. Der Gipfel sei ein erster Schritt, um globale Standards zu setzen und die Verantwortung der Plattformen einzufordern. Besonders problematisch ist, dass viele der gezeigten Tiere zu den gefährdeten Arten gehören – die Videos tragen also nicht nur zum Leid einzelner Tiere bei, sondern gefährden auch den Artenschutz.

Der Gipfel in Bali ist ein wichtiges Signal: Die internationale Gemeinschaft beginnt, das Problem ernst zu nehmen und gemeinsam zu handeln. Statt nur auf einzelne Löschungen zu setzen, geht es nun um strukturelle Lösungen – etwa bessere Meldesysteme, strengere Richtlinien und internationale Kooperation. Ob dies gelingt, wird sich in den kommenden Monaten zeigen, aber der erste Schritt ist gemacht.

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Archiv vor September 2026, nicht nach heutigem Verfahren geprüft. Berichtet von Mongabay.
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