Umweltgruppe verklagt Papierkonzern zum Schutz von Orang-Utans
Walhi fordert vor Gericht die Wiederherstellung von Regenwald-Lebensräumen für Tiger und Orang-Utans in Sumatra.

In Indonesien kämpft die älteste und größte Umweltorganisation des Landes, Walhi, für den Schutz von Orang-Utans und Tigern. Die Organisation hat sich offiziell in einen Rechtsstreit zwischen der Regierung und einem großen Papierkonzern eingeschaltet. Der Konzern PT Toba Pulp Lestari (TPL) betreibt Plantagen für die Papierherstellung und soll dabei große Flächen Regenwald zerstört haben.
Die indonesische Regierung hatte im Januar 2026 Klage gegen TPL und fünf weitere Unternehmen eingereicht. Sie wirft ihnen vor, durch ihre Abholzung die schweren Überschwemmungen und Erdrutsche im November 2025 mitverursacht zu haben, bei denen mehr als 1.200 Menschen starben. Die Regierung fordert umgerechnet 214 Millionen Dollar Schadenersatz und die Wiederherstellung der geschädigten Gebiete.
Walhi begrüßt die Klage, hält sie aber für unvollständig. Die Organisation weist darauf hin, dass das Gericht auch die Zerstörung von Lebensräumen für Orang-Utans und Sumatra-Tiger berücksichtigen müsse. Diese Tierarten sind vom Aussterben bedroht und auf intakten Regenwald angewiesen. Walhi fordert, dass die Wiederherstellung dieser Gebiete ebenfalls gerichtlich angeordnet wird.
Die Regierung hat TPL bereits die Lizenz für die Waldnutzung entzogen. Das Unternehmen hat seine Aktivitäten in dem betroffenen Gebiet eingestellt. Der Fall zeigt, wie Umweltorganisationen in Indonesien zunehmend juristische Mittel nutzen, um Konzerne zur Verantwortung zu ziehen. Für den Artenschutz könnte dies ein wichtiger Präzedenzfall werden.
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„Eine Umweltorganisation verklagt einen Papierkonzern – nicht nur auf Schadenersatz, sondern auf Wiederherstellung von Orang-Utan-Wäldern."
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