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US-Schulen für indigene Kinder erreichen historische Bestnote

Erstmals liegt die Abschlussquote von US-Schulen für indigene Kinder auf Höhe des nationalen Durchschnitts von 87–88%.

Amerikanische Ureinwohner-Gemeinschaften in den USA liegen bei zentralen Wohlstandsindikatoren wie Bildung, Gesundheitsversorgung, Lebenserwartung und Einkommen seit Langem hinter dem nationalen Durchschnitt zurück. Das gilt traditionell auch für die Schulabschlussquoten an den Schulen, die vom Bureau of Indian Education (BIE), einer Bundesbehörde für die Bildung indigener Kinder, finanziert oder verwaltet werden.

Für das Schuljahr 2025/26 meldet die Behörde nun die höchste durchschnittliche Abschlussquote ihrer Geschichte. Acht High Schools brachten jeden einzelnen Abschlussjahrgang zum Abschluss, weitere 13 Schulen erreichten Quoten von 90 Prozent oder mehr.

Damit liegt die Gesamtquote der BIE-Schulen nun bei 87 bis 88 Prozent – exakt auf Höhe des landesweiten Durchschnitts, wie die Nachrichtenagentur AP berichtet. Zum Vergleich: 2015 lag die Abschlussquote an diesen Schulen noch bei nur 51 Prozent.

„Diese Schulen zeigen, was möglich ist, wenn Schülerinnen und Schüler, Familien, Lehrkräfte und Stammesgemeinschaften zusammenarbeiten“, sagt BIE-Direktor Tony Dearman. Der Erfolg spiegele die Entschlossenheit wider, Kinder im Mittelpunkt zu halten – bis zum Abschluss und darüber hinaus.

Ein Teil des Sprungs geht auf technische und methodische Veränderungen zurück: Die Behörde hat ihre Datensysteme modernisiert und nutzt heute Instrumente wie Lernpläne, Echtzeit-Übersichten und Frühwarnsysteme, mit denen Schulen erkennen können, welche Schülerinnen und Schüler zusätzliche Unterstützung brauchen.

Auch die Zählweise selbst wurde korrigiert: Früher galten Kinder, die die Schule wechselten, oft fälschlich als Schulabbrecher – eine Verzerrung, die durch genauere Nachverfolgung inzwischen behoben ist.

Hinzu kommen praktische Maßnahmen: Der während der Pandemie eingeführte Fernunterricht blieb an vielen BIE-Schulen erhalten, weil er Schülerinnen und Schülern mit familiären Pflege- oder Arbeitsverpflichtungen entgegenkommt, während mehr Angebote in handwerklichen und technischen Berufen praktisch orientierte Jugendliche stärker einbinden.

Der Weg von 51 Prozent im Jahr 2015 zu heute rund 88 Prozent zeigt, wie deutlich sich eine über Generationen gewachsene Bildungslücke innerhalb eines Jahrzehnts verkleinern lässt, wenn Ressourcen, Daten und lokales Engagement zusammenkommen.

Diese Geschichte ist zu gut, um sie für sich zu behalten.

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„2015 schlossen nur 51% der Kinder an US-Schulen für amerikanische Ureinwohner die Schule ab. Heute sind es 88% – auf nationalem Niveau."

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