Gesundheit Nordkivu

Vertrauen ist der Schlüssel im Kampf gegen Ebola in der DR Kongo

Humanitäre Helfer setzen auf Dialog und Respekt, um die Ausbreitung des Virus zu stoppen.

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Humanitäre Helfer setzen auf Dialog und Respekt, um die Ausbreitung des Virus zu stoppen.

Im Osten der Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo) wütet seit Mai ein Ebola-Ausbruch. Das Virus, das hohes Fieber und innere Blutungen verursacht, ist extrem ansteckend. Doch die größte Hürde im Kampf dagegen ist nicht das Virus selbst, sondern das Misstrauen der Bevölkerung. Viele Menschen glauben nicht, dass Ebola real ist, oder denken, die Krankheit sei erfunden, um ausländische Hilfe anzulocken. Andere sehen die von Helfern durchgeführten sicheren Bestattungen als Angriff auf ihre Kultur und Tradition.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die Testkapazitäten ausgebaut: Sechs Labore in der DR Kongo und vier in Uganda, wohin sich der Ausbruch ausgebreitet hat, können den Erreger nachweisen. Dennoch gibt es blinde Flecken. „Wir bekommen nur wenige Meldungen aus manchen Gebieten“, sagt WHO-Sprecher Tarik Jašarević. „Es gibt wahrscheinlich Übertragungsketten, die wir nicht erkennen.“

Bruno Michon von der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (IFRC) betont, dass Investitionen in Vertrauen keine Option, sondern überlebenswichtig sind. „Wenn Menschen Angst haben, melden sie keine Symptome. Sie meiden Behandlungszentren und bleiben zu Hause, wenn sie Fieber haben“, erklärt er. Familien begraben ihre Angehörigen nach traditionellen Riten, ohne das Risiko zu kennen.

Die Helfer reagieren auf die Ängste der Gemeinschaft. Sie verwenden jetzt Leichensäcke mit einem Fenster, damit die Familie das Gesicht des Verstorbenen sehen und trauern kann. Als die Menschen befürchteten, dass Chlor zur Desinfektion sie vergiften könnte, demonstrierten die Helfer, wie die Mittel hergestellt werden. „Ohne Vertrauen können wir keine Fälle früh erkennen, keine sicheren Bestattungen durchführen und die Übertragung nicht stoppen“, sagt Michon. „Vertrauen ist nicht zweitrangig – es steht im Zentrum.“

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Archiv vor September 2026, nicht nach heutigem Verfahren geprüft. Berichtet von UN News.
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