Weltweite Kindersterblichkeit fällt auf neuen Tiefststand
2024 sterben 37,4 von 1.000 Kindern vor dem 5. Lebensjahr – ein Rückgang um 0,9 Punkte gegenüber 2023.

Die Weltbank hat neue Daten zur Kindersterblichkeit veröffentlicht – und sie zeigen einen erfreulichen Trend. Im Jahr 2024 starben weltweit 37,4 von 1.000 Kindern vor ihrem fünften Geburtstag. Das sind 0,9 Fälle weniger als im Vorjahr (38,3) und der niedrigste je gemessene Wert. Die Kindersterblichkeit gilt als einer der wichtigsten Gradmesser für die Gesundheit einer Gesellschaft. Sie erfasst, wie viele Kinder die ersten kritischen Lebensjahre nicht überleben – meist aufgrund von vermeidbaren Ursachen wie Infektionen, Unterernährung oder mangelnder medizinischer Versorgung. Der Rückgang ist kein Zufall, sondern das Ergebnis jahrzehntelanger globaler Anstrengungen: Impfkampagnen gegen Masern und Polio, der Ausbau von sauberem Trinkwasser und Sanitäranlagen, sowie bessere Geburtshilfe und Notfallmedizin. Auch internationale Programme wie die Millenniumsentwicklungsziele und die nachhaltigen Entwicklungsziele der UN haben dazu beigetragen. Allerdings gibt es weiterhin große regionale Unterschiede: In Subsahara-Afrika liegt die Rate noch immer über 50 pro 1.000, während sie in Europa unter 5 liegt. Die neuen Zahlen zeigen, dass Fortschritte möglich sind, aber nicht überall gleich schnell. Die Weltbank betont, dass Investitionen in Gesundheitssysteme und Bildung entscheidend bleiben, um die Sterblichkeit weiter zu senken. Für die Zukunft ist das Ziel, bis 2030 die Rate auf unter 25 pro 1.000 zu drücken – ein ambitioniertes, aber erreichbares Ziel, wenn der Trend anhält.
Belegt durch
- Archiv vor September 2026, nicht nach heutigem Verfahren geprüft. Berichtet von Weltbank (data.worldbank.org).
- KI-generierte Illustration. Zeigt nicht den Ort der Geschichte.