WHO: 17 Länder besiegen schwere Krankheiten
Trachom, Lepra, Malaria und Mutter-Kind-Infektionen wurden in mehreren Staaten eliminiert.

Auf der 79. Weltgesundheitsversammlung in Genf hat die WHO 17 Länder für herausragende Erfolge im Kampf gegen schwere Infektionskrankheiten ausgezeichnet. Die Zeremonie fand am 19. Mai 2026 statt und würdigte Staaten, die bestimmte Krankheiten in ihrem Gebiet dauerhaft besiegt haben. So haben Algerien, Australien, Burundi, Ägypten, Fidschi, Libyen, Senegal und Tunesien die Augenkrankheit Trachom eliminiert – eine bakterielle Infektion, die unbehandelt zur Erblindung führen kann. Chile gelang die Elimination von Lepra, einer chronischen Infektionskrankheit, die Haut und Nerven schädigt. Kenia besiegte die afrikanische Schlafkrankheit (Human African Trypanosomiasis), eine von der Tsetsefliege übertragene Parasitenkrankheit, die ohne Behandlung tödlich verläuft. Suriname und Timor-Leste wurden für die Malaria-Elimination ausgezeichnet – Malaria ist eine durch Mücken übertragene Tropenkrankheit, die jährlich Hunderttausende Todesopfer fordert. Besonders umfangreich ist die Liste der Länder, die die Übertragung von HIV, Hepatitis B und Syphilis von Mutter zu Kind unterbrochen haben: Anguilla, Bahamas, Brasilien, Kuba, Dänemark, Malediven, Montserrat, Oman, Sri Lanka sowie die Turks- und Caicosinseln. Portugal und die Vereinigten Arabischen Emirate wurden für die Elimination von Transfetten aus der Nahrungskette geehrt – künstliche Fettsäuren, die das Risiko für Herzkrankheiten drastisch erhöhen. Die Auszeichnungen sind das Ergebnis jahrelanger, systematischer Gesundheitsprogramme, die auf Impfungen, verbesserte Hygiene, Früherkennung und wirksame Medikamente setzen. Sie zeigen, dass selbst Krankheiten, die früher als unbesiegbar galten, durch koordinierte Anstrengungen zurückgedrängt werden können. Die WHO betont, dass diese Erfolge nicht nur die Gesundheit der betroffenen Bevölkerung verbessern, sondern auch die Gesundheitssysteme insgesamt stärken. Die Zeremonie fand im Rahmen der Weltgesundheitsversammlung statt, die unter dem Motto „Neugestaltung der globalen Gesundheit: eine gemeinsame Verantwortung“ steht. Parallel dazu wurden auch Fortschritte bei der Vorbereitung auf künftige Pandemien diskutiert, insbesondere die Verhandlungen über ein System für den Zugang zu Krankheitserregern und den Vorteilsausgleich (PABS). Dieses System soll sicherstellen, dass bei künftigen Pandemien alle Länder gleichermaßen Zugang zu Impfstoffen und Behandlungen haben. Die Auszeichnungen sind ein lebendiger Beweis dafür, dass globale Zusammenarbeit im Gesundheitsbereich konkrete Ergebnisse liefert – und dass eine Welt ohne viele dieser Krankheiten keine Utopie mehr ist.
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„17 Länder haben gerade bewiesen, dass man Krankheiten wie Malaria und Lepra besiegen kann. Das ist echte Hoffnung."
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