WHO lässt ersten Test für Ebola-Stamm Bundibugyo zu
Der molekulare Test erkennt das Virus in Blutproben und hilft, Ausbrüche schneller zu stoppen.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat den ersten molekularen Diagnosetest für das Bundibugyo-Virus (BDBV) in ihr Notfallverzeichnis aufgenommen. Das Bundibugyo-Virus ist einer von drei Ebola-Virus-Stämmen, die beim Menschen schwere Ausbrüche verursachen können. Der Test weist das Virus anhand seines Erbguts in Blutproben nach und ermöglicht so eine schnelle und zuverlässige Diagnose.
Die WHO hat das Notfallverzeichnis geschaffen, um in Gesundheitskrisen den Zugang zu geprüften Medizinprodukten zu beschleunigen. Dabei werden Qualität, Sicherheit und Leistungsfähigkeit der Produkte bewertet, wobei besonders die Bedürfnisse von Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen berücksichtigt werden. Der Test hilft nicht nur bei der Behandlung einzelner Patienten, sondern auch bei der Überwachung des Ausbruchs und der Eindämmung der Krankheit.
Der Schritt kommt zu einem kritischen Zeitpunkt: Am 17. Mai 2026 hatte WHO-Generaldirektor Dr. Tedros Adhanom Ghebreyesus wegen des Ausbruchs des Bundibugyo-Virus in der Demokratischen Republik Kongo und Uganda eine gesundheitliche Notlage internationaler Tragweite ausgerufen. Weniger als zwei Wochen später forderte die WHO Hersteller von Diagnostika zur Einreichung von Interessensbekundungen auf. Inzwischen ist es der größte je registrierte Ausbruch dieses Virusstamms: Allein in der Demokratischen Republik Kongo wurden 1406 laborbestätigte Fälle und 438 Todesfälle gemeldet.
Mit Unterstützung der WHO und des Africa Centres for Disease Control and Prevention (Africa CDC) wurde die Laborkapazität von zunächst 200–400 Tests pro Tag auf über 2000 Tests pro Tag in zehn Laboren in den betroffenen Provinzen ausgebaut. Die WHO arbeitet weiter mit Herstellern, globalen Partnern und Ländern zusammen, um den Zugang zu lebensrettenden Gesundheitsprodukten zu erweitern. Parallel dazu bauen WHO und Africa CDC mit Partnern wie PATH, FIND und CHAI eine gemeinsame Validierungsplattform auf, um die Leistungsfähigkeit weiterer Diagnostika unter Ausbruchsbedingungen zu testen.
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„Die WHO hat einen Test zugelassen, der Ebola in Blutproben in Minuten nachweist – mitten im größten Ausbruch des Virusstamms Bundibugyo."
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