Wildbrücke in Kalifornien wird von Hirschen sofort angenommen
Drei Maultierhirsche nutzen die neue Brücke über die I-97 – ein Zeichen für weniger Wildunfälle und mehr Sicherheit.

In Kalifornien wurde eine neue Wildbrücke über die Interstate 97 gebaut – und die ersten Nutzer ließen nicht lange auf sich warten. Drei Maultierhirsche wurden auf Kamerafallen dabei erfasst, wie sie die noch nicht fertiggestellte Brücke nutzten, um die vielbefahrene Straße sicher zu überqueren. Die 20 Millionen Dollar teure Brücke ist Teil eines Projekts, das Wildunfälle reduzieren und die Sicherheit für Mensch und Tier erhöhen soll.
Die Brücke liegt im Siskiyou County, etwa 30 Kilometer südlich der Stadt Weed, und erstreckt sich über einen Korridor, der bis nach Kanada reicht. Dieser Korridor ist eine wichtige Migrationsroute für Hirsche, Elche, Bisons und andere Tiere. Zwischen 2015 und 2020 wurden dort über 50 Hirsche und 16 Elche von Fahrzeugen getötet – Unfälle, die auch für Autofahrer lebensgefährlich sein können.
Neben der Brücke werden auf drei Kilometern Länge Zäune errichtet, die die Tiere zu dem Überweg leiten und ihnen alternative Wege auf die Straße versperren. Die kalifornische Verkehrsbehörde zeigte sich begeistert: „Es ist unglaublich zu sehen, wie die Wildtiere die neue Struktur bereits annehmen, obwohl noch Bauarbeiten laufen.“ Neben den Hirschen wurde auch ein Rotluchs auf der Brücke gesichtet.
Das Projekt ist Teil einer wachsenden Bewegung in Nordamerika, Wildbrücken zu bauen, um die Zerschneidung von Lebensräumen durch Straßen zu mildern. In Colorado wurde kürzlich die größte Wildbrücke Nordamerikas eröffnet. Solche Bauwerke helfen nicht nur Tieren, sondern senken auch die Kosten für Unfallschäden und retten Menschenleben. Die schnelle Akzeptanz durch die Hirsche zeigt, dass die Brücke ihren Zweck erfüllt – noch bevor der letzte Baum gepflanzt ist.
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„Stell dir vor, eine Brücke wird gebaut und noch bevor sie fertig ist, nutzen Hirsche sie – die Natur ist schlauer, als wir denken!"
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