Wildtierbrücken werden weltweit immer beliebter
Immer mehr Länder bauen Querungshilfen – sie schützen Tiere und retten Menschenleben.

Wildtierbrücken – auch Grünbrücken oder Ökodukte genannt – sind Bauwerke, die Straßen oder Schienen über- oder unterqueren und es Tieren ermöglichen, sicher von einer Seite zur anderen zu gelangen. Sie helfen, Lebensräume wieder zu verbinden, die durch Verkehrswege zerschnitten wurden. Das ist wichtig, weil isolierte Tierpopulationen langfristig aussterben können – ihnen fehlt der Austausch mit anderen Gruppen, was die genetische Vielfalt verringert und sie anfälliger für Krankheiten macht.
Der Journalist Ben Goldfarb, Autor des Buches „Crossings“, beobachtet seit Jahren, wie diese Bauwerke weltweit an Popularität gewinnen. Sein Fazit: „Der größte Faktor ist, dass die Belege für die Wirksamkeit von Wildtierquerungen inzwischen überwältigend sind.“ Vor 20 Jahren habe man noch sagen können, man wisse nicht, ob sie funktionieren. Heute, im Jahr 2026, zeige die Forschung, dass Tiere aller Größen und Arten die Querungen nutzen – von Insekten über Frösche bis hin zu Hirschen und Bären.
Goldfarb bereiste Südamerika, Nordamerika und Europa, um die Bauwerke zu dokumentieren. Überall stoßen sie auf überparteiliche politische Unterstützung – ein seltenes Phänomen in polarisierten Zeiten. In den USA liegt ein Gesetzesentwurf vor, der das „Wildlife Crossings Pilot Program“ dauerhaft machen soll. Umfragen zeigen eine überwältigende Zustimmung in der Bevölkerung.
Ein Grund für die positive Resonanz ist laut Goldfarb die Sichtbarkeit der Bauwerke, insbesondere der Überführungen. Ein Kollege von ihm nannte sie einmal „Billboards for Connectivity“ – Werbetafeln für Vernetzung. Sie erinnern uns daran, dass wir den Planeten mit Wildtieren teilen. Die Brücken sind nicht nur praktisch, sie haben auch eine symbolische Kraft: Sie zeigen, dass Menschen und Natur nebeneinander existieren können.
Diese Geschichte ist zu gut, um sie für sich zu behalten.
So erzählst du es weiter
„Wildtierbrücken werden immer beliebter – und sie retten nicht nur Tiere, sondern auch Menschenleben."
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