Wildtierhändler in Südafrika zu acht Jahren Haft verurteilt
Zwei Männer müssen wegen Schmuggels eines Schuppentiers ins Gefängnis – ein starkes Signal gegen Wildtierkriminalität.

In Südafrika hat ein Gericht ein deutliches Zeichen gegen den illegalen Handel mit Wildtieren gesetzt. Das Molopo Regional Court in Mahikeng verurteilte zwei Männer zu je acht Jahren Gefängnis, weil sie ein lebendes Schuppentier – auch Pangolin genannt – schmuggeln wollten. Die beiden Verurteilten, Edward Motlatsi Phiri (46) und Tlhoriso France Ralph (51), waren bereits im Juni 2023 auf frischer Tat ertappt worden, als sie ein weibliches Temminck-Schuppentier in einem Fahrzeug transportierten. Die Polizei hatte einen Tipp erhalten und das Tier beschlagnahmt.
Schuppentiere sind die am stärksten von illegalem Handel betroffenen Säugetiere der Welt. Ihre Schuppen werden in Ostasien zu Unrecht als Heilmittel gehandelt – ein Aberglaube, der die Bestände massiv dezimiert hat. Sechs der acht Schuppentier-Arten gelten heute als gefährdet oder vom Aussterben bedroht. In Südafrika ist der Besitz, Verkauf und Transport dieser Tiere streng verboten. Das Urteil sendet laut Bitsa Lenkopane von der Umweltbehörde der Nordwest-Provinz eine klare Botschaft: „Wildtierkriminalität ist ein schweres Verbrechen mit verheerenden Folgen für die Umwelt.“
Die Verurteilung ist Teil einer wachsenden internationalen Anstrengung, den illegalen Wildtierhandel zu bekämpfen. Jede erfolgreiche Strafverfolgung schwächt die Netzwerke, die mit dem Leid bedrohter Arten Profit machen. Für den Artenschutz ist dieser Fall ein kleiner, aber wichtiger Sieg – er zeigt, dass die Justiz bereit ist, harte Strafen zu verhängen. Das beschlagnahmte Schuppentier konnte nach seiner Rettung wieder in die Wildnis entlassen werden.
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„Zwei Männer müssen acht Jahre ins Gefängnis, weil sie ein Schuppentier verkaufen wollten. Das ist ein starkes Signal gegen Wildtierkriminalität."
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