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80 Mio. Dollar jährlich für Lebenswissenschaften an Johns Hopkins

Die Universität investiert massiv in Grundlagen- und angewandte Forschung, um medizinische Durchbrüche zu beschleunigen.

Beat: Gesundheit & Forschung · Peer-Review

Lebenswissenschaften – das klingt abstrakt, meint aber etwas sehr Konkretes: Es geht darum zu verstehen, wie unser Körper funktioniert, warum wir krank werden und wie wir gesund bleiben. Von Immunologie (der Lehre von unserer Abwehr gegen Keime) über Neurowissenschaften (die Erforschung des Gehirns) bis hin zu Bioengineering (der Verbindung von Biologie und Technik) – all das fällt unter diesen Begriff. Die Johns Hopkins University in Baltimore, USA, eine der renommiertesten Forschungsuniversitäten der Welt, hat nun angekündigt, in den nächsten zwei Jahren jeweils 80 Millionen Dollar in genau diese Bereiche zu investieren.

Das Geld stammt nicht vom Staat, sondern von über 120 Absolventen und Freunden der Universität, die sich im Rahmen der Kampagne „Research Saves Lives“ (Forschung rettet Leben) zusammengeschlossen haben. Das ist bemerkenswert, weil die staatliche Forschungsförderung in den USA seit Jahren schrumpft. „Es gibt keinen Ersatz für die Partnerschaft zwischen Bundesregierung und Universitäten, die die USA jahrzehntelang an die Spitze der Wissenschaft gebracht hat“, sagte Universitätspräsident Ron Daniels. „Aber wir müssen alle Mittel nutzen, die uns zur Verfügung stehen, um unsere Forschung und die Menschen, die sie betreiben, zu erhalten.“

Die Initiative hat zwei Förderschienen: Große, fachübergreifende Teams können bis zu vier Jahre lang mit mindestens zehn Millionen Dollar unterstützt werden – für Projekte, die ein ganzes Forschungsfeld verändern könnten. Einzelne Wissenschaftler oder kleine Gruppen erhalten zwischen 200.000 und 500.000 Dollar für riskantere, aber potenziell bahnbrechende Ideen. Insgesamt stehen pro Jahr 40 Millionen Dollar für die großen und 40 Millionen Dollar für die kleinen Projekte bereit.

Die Auswahl der Projekte übernimmt ein Gremium aus herausragenden Wissenschaftlern der Johns Hopkins und anderer Spitzenuniversitäten. Es bewertet die Vorschläge nach ihrem Potenzial, echte Durchbrüche zu erzielen – nicht nur im Labor, sondern auch für die Gesundheit von Menschen. „Wir stehen an der Schwelle zu so vielen aufregenden wissenschaftlichen Entdeckungen, während die Finanzierung unsicher ist“, sagte Ashani Weeraratna, die das Gremium leitet. „Ich bin unglaublich gespannt, was möglich wird, wenn wir in unsere Forscher und ihre innovativen Ideen investieren.“

Diese Investition ist mehr als nur eine Finanzspritze. Sie ist ein Signal: Auch wenn staatliche Mittel knapper werden, gibt es Wege, den wissenschaftlichen Fortschritt zu sichern. Die Johns Hopkins University setzt damit ein Zeichen für die Bedeutung privater Initiative in der Grundlagenforschung – und dafür, dass die nächste große medizinische Entdeckung vielleicht nicht aus einem staatlichen Labor, sondern aus einer mutigen Privatinitiative kommen könnte.

Diese Geschichte ist zu gut, um sie für sich zu behalten.

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„Stell dir vor, eine Uni bekommt 160 Millionen Dollar von ihren Absolventen, weil die Regierung weniger Geld für Forschung gibt. Genau das passiert gerade."

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