Zypern: Erdgas aus ExxonMobil-Feldern ab 2033
Zwei Tiefseefelder mit 7 Billionen Kubikfuß Gas sollen Zypern zum Energie-Hub machen.

Vor der Küste Zyperns liegen zwei riesige Erdgasvorkommen auf dem Meeresgrund – und sie sollen bald gehoben werden. Der US-Ölkonzern ExxonMobil und sein Partner QatarEnergy haben die Felder namens Glaucus und Pegasus für kommerziell nutzbar erklärt. Zusammen enthalten sie schätzungsweise 7 Billionen Kubikfuß Erdgas. Das ist eine gewaltige Menge: Zum Vergleich: Der gesamte deutsche Erdgasverbrauch lag 2023 bei etwa 3,5 Billionen Kubikfuß.
Ab 2033 könnte das Gas erstmals strömen, wie ExxonMobils Vizepräsident für globale Exploration, John Ardill, am Dienstag mitteilte. Der wahrscheinlichste Weg: Eine Pipeline führt das Gas nach Ägypten, wo es in bestehenden Anlagen verflüssigt und per Schiff nach Europa exportiert wird. „Alles, was Sie zwischen der Regierung Zyperns und der Regierung Ägyptens gesehen haben, gibt uns großes Vertrauen, dass die Abstimmung gut funktioniert“, sagte Ardill. Andere Optionen – etwa eine eigene Verflüssigungsanlage auf Zypern oder eine schwimmende Plattform – seien derzeit zu teuer.
Die Entdeckung könnte Zypern zu einem neuen Energie-Hub im östlichen Mittelmeer machen. Das Land besitzt eine ausschließliche Wirtschaftszone (AWZ), in der es die Rechte an Bodenschätzen hat. ExxonMobil und QatarEnergy haben bereits Interesse angemeldet, ein weiteres Gebiet im Südwesten der AWZ zu erkunden. Zypern selbst hat kaum eigene fossile Ressourcen und importiert fast seinen gesamten Energiebedarf. Die Gasfelder könnten nicht nur die heimische Versorgung sichern, sondern auch Einnahmen bringen und die Abhängigkeit von russischem Gas verringern.
Allerdings bleibt Erdgas ein fossiler Brennstoff. Zwar verbrennt es sauberer als Kohle und stößt etwa halb so viel CO₂ pro Kilowattstunde aus, doch es trägt weiterhin zum Klimawandel bei. Für die Übergangsphase weg von Kohle und hin zu erneuerbaren Energien wird Gas oft als Brückentechnologie gesehen. Die zypriotische Regierung betont, dass die Einnahmen aus dem Gas in grüne Technologien investiert werden sollen. Ob das gelingt, wird sich zeigen – zunächst einmal steht die Erschließung der Felder an, die noch Jahre dauern wird.
Diese Geschichte ist zu gut, um sie für sich zu behalten.
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„Zypern hat riesige Gasfelder entdeckt – ab 2033 soll das Gas nach Europa fließen. Ein Gamechanger für die Energieversorgung?"
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