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innovation Ecuador · EC

19 Familien in Ecuador bauen ihr eigenes Wasserkraftwerk

Sie besitzen 90 Prozent des 300-Kilowatt-Kraftwerks selbst, die Hälfte der Einnahmen fließt in den Schutz des Nebelwalds.

01. September 2026 1 Min. Lesezeit KI-recherchiert · von Menschen verantwortet Quelle: Mongabay

Neunzehn Familien, vier Dörfer, ein Fluss: In Ecuadors Intag-Tal im Norden des Landes bauen die Bewohner gerade ihr eigenes Kraftwerk. Die Anlage am Fluss Aguagrún soll am Ende 300 Kilowatt liefern, genug für die umliegenden Gemeinden und den Verkauf ins nationale Netz.

Die Idee ist hierzulande nicht neu: Auch in Deutschland gibt es Hunderte Energiegenossenschaften, die aus demselben Grund entstanden sind wie das Projekt in Ecuador, nämlich um die eigene Stromversorgung selbst in der Hand zu behalten.

Statt eines großen Staudamms nutzt die Anlage nur die natürliche Strömung des Flusses, ohne Stausee. Ingenieure zufolge schont dieses Verfahren das Ökosystem stärker als ein klassischer Staudamm. Registriert ist das Projekt seit 2022 als eigenes Unternehmen, neunzig Prozent davon gehören den Familien aus Cerro Pelado, Chinipamba, Nangulví Bajo und Barcelona.

Jorge Guachagmira, der die Vereinigung der 19 Familien leitet, sagt, der Anstoß kam aus Sorge um das Wasser selbst: Landwirtschaft, Viehzucht und Abholzung setzen das kleine Wassereinzugsgebiet zunehmend unter Druck. Deshalb fließt die Hälfte der künftigen Stromeinnahmen direkt in einen Fonds, der die umliegenden Nebelwälder schützt.

Für die vier Dörfer heißt das: Sie verkaufen nicht nur Strom, sie finanzieren damit direkt den Schutz des Waldes, von dem ihr eigenes Wasser abhängt.

Diese Geschichte ist zu gut, um sie für sich zu behalten.

So erzählst du es weiter

„Ihr eigenes Kraftwerk finanziert den Schutz des Nebelwalds nebenan"

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