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Neues Mittel verdoppelt Überleben bei Bauchspeicheldrüsenkrebs

Das Medikament Daraxonrasib verdoppelte in einer großen Studie die Lebenszeit von 6 auf 13 Monate.

Sechs Monate, das ist die durchschnittliche Lebenszeit, die Menschen mit fortgeschrittenem Bauchspeicheldrüsenkrebs unter der bisherigen Standardbehandlung bleiben. In einer großen Phase-III-Studie mit rund 500 Patientinnen und Patienten wurden daraus 13 Monate, mit einem neuen Medikament namens Daraxonrasib.

Auf dem US-Krebskongress ASCO gab es dafür Standing Ovations, ungewöhnlich für eine Fachtagung. Der Grund liegt tief im Erbgut der Krebszellen: Bei rund 90 Prozent der Tumoren dieser Krebsart ist ein Baustein namens Ras-Protein verändert, er regelt normalerweise, wann sich eine Zelle teilt. Jahrzehntelang hielten Fachleute dieses Protein für medikamentös nicht angreifbar, ihm fehlt schlicht die Stelle, an der klassische Wirkstoffe ansetzen könnten.

Erst ein Durchbruch im Jahr 2013 öffnete einen schmalen Zugang zu einer bestimmten Variante des Proteins, seither wird intensiv an weiteren Wegen geforscht. Daraxonrasib bindet nun an das veränderte Ras und unterbricht die Kette, die sonst in unkontrolliertem Zellwachstum endet. Bei etwa einem Drittel der behandelten Menschen wurden die Tumoren sichtbar kleiner.

Zugelassen ist das Medikament noch nicht. Die Onkologin Marisa Gerckens, die selbst viele Betroffene behandelt, rechnet mit einer US-Zulassung Ende 2026 oder Anfang 2027, in Europa dauert das erfahrungsgemäß länger. Deutsche Ärztinnen und Ärzte können danach Anträge auf Kostenübernahme stellen und das Mittel importieren, für akut Erkrankte bleibt der Zugang bis dahin aber die Ausnahme.

Diese Geschichte ist zu gut, um sie für sich zu behalten.

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„Sechs Monate werden 13, neue Hoffnung bei Bauchspeicheldrüsenkrebs"

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