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655 Millionen Menschen noch ohne Strom – Fortschritt zu langsam

Trotz 1,5 Milliarden neuer Stromanschlüsse seit 2010: Sub-Sahara-Afrika hinkt hinterher, Tempo muss sich verdreifachen.

24. Juni 2026 2 Min. Lesezeit KI-recherchiert · von Menschen verantwortet Quelle: WHO News

Der Zugang zu moderner Energie ist eine der grundlegenden Voraussetzungen für ein menschenwürdiges Leben – und doch fehlt er noch immer für Hunderte Millionen Menschen. Der aktuelle Bericht „Tracking SDG 7: The Energy Progress Report“ zeigt, dass 2024 weltweit 655 Millionen Menschen ohne Strom leben. Noch größer ist die Lücke beim Kochen: Zwei Milliarden Menschen nutzen Holz, Kohle oder Kerosin, was jährlich zu rund drei Millionen vorzeitigen Todesfällen durch Luftverschmutzung in Innenräumen führt.

Besonders betroffen ist Afrika südlich der Sahara. Dort leben über 560 Millionen Menschen ohne Strom, und die Zahl der Menschen ohne saubere Kochmöglichkeiten wird bis 2027 auf eine Milliarde steigen. Während andere Regionen wie Asien große Fortschritte gemacht haben, hat sich das Tempo in Subsahara-Afrika verlangsamt. Um das UN-Ziel „universeller Zugang bis 2030“ zu erreichen, müsste die jährliche Anschlussrate von derzeit etwa 0,5 Prozent auf 1,3 Prozent steigen – eine Verdreifachung.

Doch es gibt auch positive Entwicklungen. Erneuerbare Energien decken inzwischen über 30 Prozent des weltweiten Stromverbrauchs. Die installierte Kapazität pro Person erreichte einen Rekordwert von 544 Watt – genug, um einen Kühlschrank zu betreiben. Auch die Energieeffizienz verbessert sich langsam: 3,76 Megajoule pro US-Dollar Wirtschaftsleistung sind ein Fortschritt, aber noch zu wenig, um die Klimaziele zu erreichen.

Die internationale Unterstützung für saubere Energie in Entwicklungsländern stieg leicht auf 24,6 Milliarden US-Dollar. Allerdings sanken die Mittel für die ärmsten Länder um elf Prozent auf nur noch 3,7 Milliarden Dollar. „Ohne dringende und verstärkte Maßnahmen wird die Welt das SDG 7 verfehlen“, warnt der Bericht. Besonders problematisch: Selbst wo Stromleitungen liegen, können sich viele Haushalte den Anschluss nicht leisten. Gezielte Subventionen und günstige Finanzierungen sind nötig, um die Ärmsten zu erreichen.

Fatih Birol, Exekutivdirektor der Internationalen Energieagentur, betont: „Zugang zu moderner Energie beginnt mit zwei Grundlagen: sauberem Kochen und Strom. Seit 2010 haben 1,5 Milliarden Menschen Zugang zu sauberem Kochen und 800 Millionen zu Strom erhalten – das zeigt, dass Fortschritt mit den richtigen politischen Maßnahmen möglich ist.“ Der Bericht wird am 8. Juli 2026 im Rahmen des UN-Hochrangigen Politischen Forums für nachhaltige Entwicklung in New York vorgestellt.

Diese Geschichte ist zu gut, um sie für sich zu behalten.

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„Stell dir vor, 655 Millionen Menschen haben keinen Strom – und zwei Milliarden kochen mit Feuer, das sie krank macht. Der neue UN-Bericht zeigt, wo es hakt."

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