Asiatische Löwen in Indien nehmen um 70 Prozent zu
In der Gir-Region sind aus 523 Löwen vor zehn Jahren 891 geworden, ihr Lebensraum ist um 15 Prozent gewachsen.
Fast überall auf der Welt gilt der Löwe als afrikanisches Tier. Dabei reichte sein Lebensraum einst von Südafrika bis nach Marokko und von dort weiter bis nach Indien. Übrig geblieben von dieser weiten Verbreitung ist nur eine einzige Population, die asiatischen Löwen im indischen Bundesstaat Gujarat. In den 1980er Jahren waren es dort noch 60 bis 80 Tiere.
Die 16. Bestandszählung, die Umweltminister Bhupender Yadav im August vorstellte, zeigt jetzt 891 Löwen in der Greater-Gir-Region, gegenüber 523 vor zehn Jahren. Das ist ein Anstieg von 70 Prozent in einer Dekade und von 32 Prozent allein in den letzten sechs Jahren. Der Lebensraum der Tiere ist im selben Zeitraum von etwa 30.000 auf fast 35.000 Quadratkilometer gewachsen, verteilt über elf Distrikte, fünfmal so viel wie noch 1990.
Den Ausschlag gab vor allem der gezielte Aufbau der Beutetierbestände. Nilgai-Antilopen, Hirsche und Wildschweine wurden in der Region wieder häufiger, und mit ihnen hatten die Löwen genug zu fressen, um sich auszubreiten. 2023 kehrten die Tiere sogar von selbst in das Schutzgebiet Barda zurück, aus dem sie seit dem 19. Jahrhundert verschwunden waren. Dort leben inzwischen 17 Löwen ganzjährig.
Indien reiht die Löwen damit in eine Liste weiterer Arten ein, die im Land heute wieder wachsen, darunter Panzernashörner, Tiger und mehrere Geierarten. Von den einst 60 bis 80 Tieren in Gir bis zu den heutigen 891 hat es vier Jahrzehnte gezielten Schutzes gebraucht, das Ergebnis lässt sich heute zählen.
Diese Geschichte ist zu gut, um sie für sich zu behalten.
So erzählst du es weiter
„Asiens letzte wilde Löwen: von 523 auf 891 Tiere in zehn Jahren"
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