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gesundheit Kolumbien · CO

Ein Anstrich für Wassertanks senkt Dengue-Fälle um 45 Prozent

In einem Vorort von Cúcuta strichen Forschende Tausende Wassertanks mit einem Mückenmittel, danach sanken die Dengue-Fälle in der Region um 45 Prozent.

In den Wohnvierteln rund um die kolumbianische Stadt Cúcuta stehen große, betonierte Wasserbecken. Genau dort legt die Mückenart Aedes aegypti am liebsten ihre Eier ab, und genau die Mücke überträgt das Denguefieber, eine der häufigsten Viruskrankheiten weltweit.

In Deutschland ist ein Mückenstich meist nur ein Jucken auf der Haut. Woanders trägt dieselbe Mückenart eine der häufigsten Viruskrankheiten der Welt. Genau dort, wo das Problem am größten ist, haben Forschende der Universität Freiburg mit Kolleginnen in Kolumbien getestet, was wirklich hilft.

Ihre Lösung ist ein Anstrich für die Innenwände der Wasserbecken, unbedenklich für Menschen und ein Jahr lang wirksam. Er enthält zwei Wirkstoffe: Der eine tötet erwachsene Mücken und stört ihre Eiablage, der andere verhindert, dass sich Larven und Puppen zu flugfähigen Tieren entwickeln. Studienautor Rocio Cardenas beschreibt genau diesen doppelten Angriffspunkt als den Kern der Wirkung. Getestet wurde die Beschichtung an Tausenden Haushalten, direkt in den Vierteln, in denen die Wasserbecken zum Alltag gehören.

In den beschichteten Vierteln sank die Zahl der Dengue-Erkrankungen um 45 Prozent stärker als in unbehandelten Kontrollgebieten, bei Kosten von 2 US-Dollar pro Tank. Cúcuta ist einer der ersten Orte, an denen ein einziger, günstiger Anstrich eine der größten Infektionsgefahren der Tropen spürbar drückt.

Diese Geschichte ist zu gut, um sie für sich zu behalten.

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„Zwei Dollar pro Tank halten Dengue-Mücken ein Jahr fern"

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