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El Salvador besiegt häufigste Ursache für Erblindung

Weltweites Trachom-Risiko seit 2002 um 94 Prozent gesunken – El Salvador gilt nun als frei von der Krankheit.

Trachom klingt für die meisten Menschen in Deutschland fremd, für Millionen Menschen in ärmeren Regionen der Welt war die Krankheit über Jahrzehnte eine der größten Bedrohungen für ihr Augenlicht. Ausgelöst wird sie durch ein Bakterium, das sich über verschmutzte Finger oder über Fliegen verbreitet, die zuvor Kontakt mit den Augen einer infizierten Person hatten. Unbehandelt vernarbt die Innenseite des Augenlids, die Wimpern wachsen nach innen und scheuern über die Hornhaut – am Ende steht die Erblindung.

El Salvador ist nun das jüngste Land, dem es gelungen ist, Trachom als Problem der öffentlichen Gesundheit vollständig zu beseitigen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bezeichnete die Entwicklung als „bemerkenswerte Leistung" und als „Zeugnis von starkem politischem Willen, strategischen Investitionen und Engagement in den Gemeinden".

Möglich wurde der Erfolg durch eine Kombination aus einfachen, aber wirksamen Maßnahmen: verbesserte sanitäre Einrichtungen, schnellere Diagnosen vor Ort und ein konsequenter Einsatz von Antibiotika in betroffenen Gemeinden. Die WHO betont, dass genau diese Werkzeuge weltweit die besten Chancen bieten, die Krankheit zurückzudrängen.

Der Fortschritt ist Teil einer viel größeren globalen Entwicklung. Nach Angaben der WHO ist die Zahl der Menschen, die weltweit einem Trachom-Risiko ausgesetzt sind, seit 2002 um 94 Prozent gesunken. „El Salvadors Erfolg ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu unserem globalen Ziel, Trachom bis 2030 weltweit auszurotten, und ein klares Signal, dass eine gesündere, gerechtere Zukunft erreichbar ist", sagte WHO-Generaldirektor Dr. Tedros Adhanom Ghebreyesus.

Der Fall reiht sich ein in eine Serie ähnlicher Meldungen aus dieser Woche: Kambodscha erreichte als erstes Land Asiens die UN-Ziele zur Eindämmung von HIV, Großbritannien ratifizierte einen globalen Hochsee-Schutzvertrag, und die Impfquote gegen Diphtherie, Tetanus und Keuchhusten bei Kindern liegt weltweit fast wieder auf dem Niveau vor der Corona-Pandemie. Zusammengenommen zeigen diese Entwicklungen, dass gezielte, langfristige Gesundheitsprogramme auch in einkommensschwachen Regionen messbare Ergebnisse liefern können – nicht über Nacht, aber Schritt für Schritt.

Diese Geschichte ist zu gut, um sie für sich zu behalten.

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„El Salvador hat gerade offiziell die weltweit häufigste Ursache für vermeidbare Erblindung besiegt. Seit 2002 sank das globale Risiko dafür um 94 Prozent."

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