Erste Karte zeigt Klima-Rückzugsrouten für Amazonas-Arten
Studie identifiziert die besten Aufstiegskorridore für Arten im Amazonas – vor allem in Peru.

Der Amazonas-Regenwald ist die artenreichste Region der Erde – aber die steigenden Temperaturen setzen ihn massiv unter Druck. Viele Tiere und Pflanzen können nur überleben, wenn sie in kühlere Höhenlagen wandern. Bislang wusste niemand genau, wo diese Fluchtrouten verlaufen und welche Gebiete besonders wichtig sind.
Eine neue Studie, veröffentlicht im Fachjournal Global Ecology and Conservation, liefert nun die erste regionale Karte dieser sogenannten Aufstiegskorridore. Die Forscher identifizierten die westliche Amazonasregion, insbesondere die Anden in Peru, als das Gebiet mit den besten Überlebenschancen. Dort gibt es große Höhenunterschiede auf kurzer Distanz, viele bestehende Schutzgebiete und noch weitgehend zusammenhängende Wälder.
Weitere potenzielle Korridore fanden die Wissenschaftler im Südwesten Kolumbiens, im Norden Brasiliens, im Norden Boliviens, im nördlichen Zentral-Guyana und im Westen Surinames. Allerdings sind diese Gebiete oft benachteiligt: Es gibt weniger Schutzgebiete, und die Wälder sind durch Abholzung und Öl- und Gasbohrungen zerstückelt. Das erschwert den Tieren und Pflanzen die Wanderung.
Die Forscher hoffen, dass ihre Karte Regierungen und Naturschutzorganisationen hilft, die richtigen Gebiete für neue Schutzgebiete auszuwählen. Denn wenn die Korridore intakt bleiben, können sich die Arten anpassen – und der Amazonas als Ganzes bleibt widerstandsfähiger gegen den Klimawandel.
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„Stell dir vor, du könntest eine Karte zeichnen, die zeigt, wo Tiere vor der Klimakrise fliehen können. Genau das haben Forscher jetzt für den Amazonas gemacht."
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