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gesundheit Demokratische Republik Kongo · CD

Erste klinische Studie gegen seltenes Ebola-Virus startet

PARTNERS-Studie testet zwei antivirale Wirkstoffe gegen Bundibugyo-Virus im Kongo – Hoffnung für Tausende.

02. Juli 2026 2 Min. Lesezeit KI-recherchiert · von Menschen verantwortet Quelle: WHO News

Das Bundibugyo-Virus (BVD) ist eine seltene, aber gefährliche Form von Ebola, die erstmals 2007 in Uganda entdeckt wurde. Bisher gibt es keine zugelassene Behandlung – anders als bei anderen Ebola-Viren, für die bereits wirksame Medikamente existieren. In der Demokratischen Republik Kongo (DRK) sind seit Ausbruch der aktuellen Epidemie über 1.400 Menschen erkrankt, fast 440 sind gestorben. Rund 210 Menschen haben die Krankheit überstanden, doch die Sterblichkeit ist hoch.

Jetzt startet die internationale PARTNERS-Studie, die zwei antivirale Wirkstoffe testet: einen monoklonalen Antikörper namens MBP134 und das bereits bekannte Medikament Remdesivir. Monoklonale Antikörper sind im Labor hergestellte Eiweiße, die das Virus gezielt unschädlich machen. Remdesivir hemmt die Vermehrung des Virus. Die Studie prüft auch, ob eine Kombination beider Mittel noch besser wirkt.

Die Studie wird von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gesponsert und vom kongolesischen Institut für biomedizinische Forschung (INRB), dem Tropeninstitut in Belgien und der Universität Oxford koordiniert. Beteiligt sind außerdem Hilfsorganisationen wie Ärzte ohne Grenzen und ALIMA. Die Patienten erhalten während der Studie mindestens 28 Tage lang engmaschige Betreuung und unterstützende Behandlung wie Flüssigkeits- und Sauerstoffgabe.

Ein besonderes Merkmal der PARTNERS-Studie ist ihr Plattform-Design: Sie ist so aufgebaut, dass weitere vielversprechende Wirkstoffe hinzugefügt werden können, sobald sie von einem WHO-Expertengremium geprüft wurden. So soll vermieden werden, dass Forschung erst nach dem Ausbruch beginnt – ein Fehler, der in früheren Epidemien gemacht wurde. „Die PARTNERS-Studie gibt uns die Chance, Behandlungen während des Ausbruchs selbst zu testen, sodass die Ergebnisse in Monaten statt Jahren vorliegen“, sagt Professorin Amanda Rojek von der Universität Oxford.

Die Demokratische Republik Kongo zeigt mit dieser Studie ihr Engagement für Wissenschaft und Forschung. Gesundheitsminister Dr. Samuel Roger Kamba spricht von einem „bedeutenden Schritt nach vorn“, der nicht nur im aktuellen Ausbruch Leben retten, sondern auch die globale Vorbereitung auf künftige Ebola-Epidemien stärken könne. Die Studiendaten werden regelmäßig von einem unabhängigen Gremium überprüft.

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„Stell dir vor: Für eine tödliche Ebola-Art gibt es noch keine Behandlung. Jetzt startet eine Studie, die das ändern könnte – mitten im Ausbruch."

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