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Erster Hip-Hop-Bachelor der Welt an US-Uni

Peabody Conservatory bietet erstmals einen Bachelor in Hip-Hop mit Schwerpunkten Beatboxen, Rap und Turntablism an.

Beat: Gesundheit & Forschung · Peer-Review

Lizzy Newell wusste schon mit acht Jahren, was sie werden wollte: professionelle Beatboxerin. Während andere Kinder von Sportlern oder Feuerwehrleuten träumten, imitierte Newell Schlagzeugklänge mit dem Mund. Mit zehn Jahren trat sie bei den American Beatbox Championships an – als jüngste Teilnehmerin. Heute ist Newell 19 und gehört zur ersten Kohorte des weltweit ersten Bachelor-Studiengangs für Hip-Hop am Peabody Conservatory der Johns Hopkins University in Baltimore.

Der Studiengang, der im Herbst 2025 startete, ist ein Vollzeit-Musikstudium mit vier Spezialisierungen: Rap, Beatboxen, Turntablism (das Kunstfertige Bedienen von Plattenspielern) und Musikproduktion. Die Studierenden belegen die gleichen Pflichtfächer wie alle Peabody-Studierenden – Musiktheorie, Gehörbildung, Klavier –, ergänzt durch spezifische Kurse wie Hip-Hop-Theorie und Hip-Hop-Gehörbildung. In letzterem lernen sie, feinste Details in Samples zu erkennen, etwa den Nachklang einer Tom-Trommel, der in einem alten Soul-Recording versteckt ist.

Entwickelt wurde das Programm von Wendel Patrick, einem Produzenten, Turntablisten und klassisch ausgebildeten Pianisten. Er berief drei weitere Größen der Hip-Hop-Szene als Dozenten: den Grammy-prämierten Rapper Lupe Fiasco, den Turntablisten DJ Babu und den Beatboxer Max Bent. „Es gibt Klänge im Hip-Hop, die traditionell in anderen Musikrichtungen nicht vorkommen“, sagt Patrick. „Es ist wichtig, dafür eigene Kurse zu haben.“

Die fünf Studierenden der ersten Kohorte bringen ganz unterschiedliche Hintergründe mit. Fabian Waters aus New Jersey entdeckte Hip-Hop beim Skateboarden während der Pandemie. Walter Lu wuchs in Shanghai mit klassischem Klavier und Waldhorn auf, bevor er über das iPod Nano seiner Mutter zum Hip-Hop fand. Kamaria Hall, bekannt als Miss Kam, ist eine 29-jährige Rapperin aus Baltimore, die bereits vor dem Studium eine lokale Karriere gestartet hatte. Sie alle profitieren nicht nur von den Dozenten, sondern auch voneinander: „Wir lernen nicht nur von Wendel, sondern auch voneinander“, sagt Waters.

Das Programm ist ein Meilenstein für die akademische Anerkennung von Hip-Hop. Bislang gab es Hip-Hop-Kurse an vielen Hochschulen, aber keinen vollwertigen Bachelor-Abschluss. Peabody, eine der renommiertesten Musikhochschulen der USA, stellt Hip-Hop damit auf eine Stufe mit Klassik und Jazz. Für Newell, die Beatboxerin, ist es die Erfüllung eines Lebenstraums: „Ich habe die Chance, als Performerin aufzutreten und gleichzeitig als Produzentin zu arbeiten. Und ich bin umgeben von den Besten der Besten.“

Diese Geschichte ist zu gut, um sie für sich zu behalten.

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„Stell dir vor, du könntest einen Bachelor in Beatboxen machen – genau das gibt es jetzt in Baltimore."

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