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Nigeria: Geier kehren durch Schutzprojekte zurück

Ornithologe Michael Williams kämpft gegen Wilderei und Aberglauben – erste Erfolge sichtbar

08. Juli 2026 2 Min. Lesezeit KI-recherchiert · von Menschen verantwortet Quelle: Mongabay

Geier sind die Müllabfuhr der Natur: Mit ihrem einzigartigen Verdauungssystem beseitigen sie Tierkadaver und verhindern so die Ausbreitung von Krankheiten. Doch in Westafrika, besonders in Nigeria, sind die Bestände dieser Vögel dramatisch eingebrochen. Schuld sind kommerzielle Wilderei und traditionelle Überzeugungen, die Geierteile als wichtige Zutaten für traditionelle Medizin betrachten. Die meisten der einst heimischen Arten sind lokal ausgestorben, die verbliebenen schrumpfen rasant.

Der Ornithologe Michael Manja Williams kennt diesen Niedergang aus eigener Erfahrung. Aufgewachsen im nigerianischen Bundesstaat Plateau, sah er als Kind noch regelmäßig Geier auf den Dächern seiner Gemeinde sitzen. „Plötzlich haben wir sie nicht mehr gesehen“, erinnert er sich. Diese Beobachtung weckte seine Neugier und führte zu zahlreichen Forschungsreisen durch nigerianische Bundesstaaten – und schließlich zu einer Karriere im Geierschutz. Heute ist Williams Doktorand an der Joseph Sarwuan Tarka University und koordiniert den Artenschutz für gefährdete Arten bei der Biota Conservation Hub Foundation, einer Nichtregierungsorganisation.

In einem Interview mit Mongabay berichtete Williams von seinen landesweiten Feldstudien. Ein zentrales Ergebnis: Die Wahrnehmung der Geier wandelt sich, vor allem bei der jungen Generation. Während ältere Menschen die Vögel oft noch als Unglücksboten oder Medizinlieferanten sehen, wächst bei Jugendlichen das Verständnis für ihre ökologische Rolle. Williams setzt auf Aufklärungsarbeit in Schulen und Gemeinden, um den Aberglauben zu durchbrechen.

Doch allein reicht das nicht. Williams fordert politische Reformen und einen stärkeren Schutz der Lebensräume. „Ohne strengere Gesetze gegen Wilderei und den Handel mit Geierteilen werden wir die Art nicht retten können“, sagt er. Gleichzeitig setzt er auf gemeinschaftsbasierte Schutzprojekte: Wenn die lokale Bevölkerung direkt vom Schutz der Geier profitiert – etwa durch Ökotourismus oder alternative Einkommensquellen – steigt die Bereitschaft, die Tiere zu schützen.

Die ersten Erfolge sind sichtbar: In einigen Regionen Nigerias kehren Geier langsam zurück. Williams betont, dass der Kampf noch lange nicht gewonnen ist, aber der Wandel in den Köpfen der Menschen gibt Hoffnung. „Wenn wir die Jugend erreichen, haben wir eine echte Chance“, so der Forscher.

Diese Geschichte ist zu gut, um sie für sich zu behalten.

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„In Nigeria kehren Geier zurück – weil ein Forscher gegen Aberglauben und Wilderei kämpft. Und es wirkt."

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