Gesundheit

Esel-Therapie hilft Psychiatrie-Patienten in Frankreich

Ein Programm mit Eseln und anderen Tieren verbessert nachweislich das Wohlbefinden von Patienten – und soll nun wissenschaftlich untersucht werden.

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Ein Programm mit Eseln und anderen Tieren verbessert nachweislich das Wohlbefinden von Patienten – und soll nun wissenschaftlich untersucht werden.

Einmal pro Woche verwandelt sich der Klinikalltag im Krankenhaus Ville-Evrard bei Paris in eine ganz andere Welt. Dann öffnet der kleine Bauernhof auf dem Gelände seine Tore – und die Patienten treffen auf Nono, Pitou, Oscar, Manolo und Malraux. Das sind keine Therapeuten im klassischen Sinne, sondern Esel. Zusammen mit Ziegen, Schildkröten, Kaninchen, Meerschweinchen, Hühnern und Tauben bilden sie das Herz eines tiergestützten Therapieprogramms, das seit 2016 läuft.

Die Idee stammt von Ermelinda und François Hadey. Sie ist psychiatrische Pflegekraft, er hat die ersten Esel ausgebildet. Ihr Ansatz: Tiere können eine Brücke bauen, wo Worte manchmal nicht reichen. Besonders Esel, so das Paar, eignen sich dafür – sie sind sanft, sozial und intelligent. Anders als Pferde, die oft als edler gelten, haben Esel eine jahrtausendealte Geschichte der Zusammenarbeit mit Menschen. Sie wurden gezüchtet, um schwere Lasten über weite Strecken zu tragen. Die Last psychischer Erkrankungen, so scheint es, ist für sie keine Überforderung.

Die Patienten kommen kostenlos zu den Sitzungen. Manche lassen sich im Karren herumziehen, andere putzen den Tieren die Hufe oder lassen sich einfach anstupsten. „Mit Menschen reden, Dinge tun, die ich sonst nicht mache – das hilft mir im Alltag“, sagt Jérôme, ein 52-jähriger Patient. „Es hilft, aus dem Trott von Behandlung und Medikamenten auszubrechen. Zu Hause zu bleiben, tut mir nicht gut.“

Alicia Fabi, eine 18-jährige Pflegeschülerin, beobachtet die Wirkung aus nächster Nähe. „Jedes Mal, wenn wir von der Aktivität zurückkommen, sagen die Patienten, dass sie sich gut fühlen – ruhig und entspannt. Das ist wirklich positiv“, berichtet sie der Nachrichtenagentur AP.

Das Programm ist bislang ein lokales Projekt, getragen von Engagement und Überzeugung. Doch die Verantwortlichen wollen mehr. Sie suchen nun die Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern, um die Wirkung systematisch zu untersuchen und die Methode zu standardisieren. Ihr Ziel: Die Esel-Therapie soll nicht länger eine Ausnahme bleiben, sondern in ganz Frankreich angeboten werden können.

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Archiv vor September 2026, nicht nach heutigem Verfahren geprüft. Berichtet von Good News Network.

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