Europa macht sich unabhängig von US-Tech
EU-Kommission und mehrere Länder fördern eigene Cloud-Dienste und Open-Source-Software, um Datenhoheit zu gewinnen.

Europa will technologisch unabhängiger werden – und das betrifft auch die Forschung. Im Juni 2025 hat die EU-Kommission ein Paket zur digitalen Souveränität vorgestellt. Es enthält Pläne, um eigene Cloud-Dienste und künstliche Intelligenz zu fördern und offene Technologien zu stärken. „Wir leben in einer Welt, in der Geopolitik und Technologie untrennbar sind“, sagte EU-Kommissarin Henna Virkkunen. „Es ist Zeit, dass Europa die Kontrolle über seine Daten, seine Lieferketten und seine Zukunft übernimmt.“
Mehrere Länder setzen das bereits um. Frankreich will staatliche Dienste von Windows auf das offene Betriebssystem Linux umstellen und Videokonferenzen von Zoom durch die französische Plattform Visio ersetzen. Auch in Deutschland und Dänemark gibt es ähnliche Initiativen. Die französische Forschungsorganisation CNRS hat ihren Mitarbeitern die Nutzung von US-Chatbots wie ChatGPT verboten und bietet stattdessen das europäische Tool Emmy an. Viele Universitäten diskutieren, wie sie ihre Abhängigkeit von US-Anbietern wie Microsoft reduzieren können.
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat Empfehlungen für eine widerstandsfähigere Dateninfrastruktur veröffentlicht. Sie ruft Forscher dazu auf, europäische Open-Source-Produkte zu nutzen. Zudem fördert die DFG Projekte, die gefährdete Datensätze aus ausländischen Repositorien sichern – die ersten vier Projekte betreffen alle US-Datensätze. Diese Entwicklungen zeigen: Europa will seine digitale Zukunft selbst in die Hand nehmen, um Daten zu schützen und unabhängig von politischen Entwicklungen in den USA zu bleiben.
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„Europa baut eigene Cloud-Dienste – bald sind wir nicht mehr von US-Konzernen abhängig!"
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