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innovation Kanada · CA

Firma holt Gold ohne Gift aus dem Erz – und bindet Arsen in Glas

Ein Verfahren aus Kanada ersetzt hochgiftiges Zyanid beim Goldgewinnen und schließt krebserregendes Arsen dauerhaft in Glas ein.

Gold gilt als edel, doch der Weg aus dem Gestein ist bislang alles andere als sauber. Um das Metall aus zerkleinertem Erz zu lösen, setzt die Bergbau-Industrie seit über einem Jahrhundert überwiegend auf Zyanid – ein hochgiftiges Salz, das schon in kleinen Mengen tödlich wirkt und bei Unfällen ganze Flüsse vergiften kann.

Die kanadische Chemiefirma Dundee Sustainable Technologies aus der Bergbauregion Québec hat nun ein Verfahren entwickelt, das dieses Gift überflüssig macht. Statt Zyanid nutzt der sogenannte Gold-Prozess Natriumhypochlorit – im Grunde der Wirkstoff von handelsüblichem Bleichmittel – um das Gold aus dem Erz zu lösen.

Mindestens ebenso wichtig ist ihr zweites Verfahren, GlassLock. Es zielt auf eines der hartnäckigsten Umweltprobleme des Bergbaus: Arsen, ein krebserregendes Halbmetall, das beim Abbau vieler Erze zwangsläufig mit anfällt und Grundwasser über Jahrzehnte belasten kann.

GlassLock isoliert das Arsen und verschmilzt es zusammen mit alltäglichen Stoffen wie Quarzsand, recyceltem Glas und Eisenoxid zu einem stabilen, wasserunlöslichen Glas. In dieser verglasten Form lässt sich das Gift sicher lagern und weiterverarbeiten, ohne dass es in die Umwelt sickert.

Der Bergbau ist längst nicht mehr das ungezügelte Geschäft der Goldrausch-Zeit. Rückgewinnung von Bergbau-Abfall, Schadstoffkontrolle und die Renaturierung genutzter Flächen sind heute feste Kostenpunkte, die schon in der ersten Wirtschaftlichkeitsrechnung eines Projekts eingeplant werden. Umweltgenehmigungen in Nordamerika dauern im Schnitt acht bis zwanzig Jahre, weil Behörden mögliche Schäden für Luft, Wasser und Tierwelt genau prüfen.

Genau hier liegt der praktische Nutzen der neuen Technik: Sie könnte Unternehmen einen erheblichen Teil dieser Umweltlasten abnehmen – und zugleich Anwohner und Ökosysteme rund um Minen vor zwei der gefährlichsten Stoffe der Branche schützen. Von diesen Rohstoffen hängt zugleich vieles ab, was eine moderne Gesellschaft braucht: vom Kupfer in den Leitungen unserer Geräte bis zum Zink in den Rohren, die Wasser in unsere Häuser bringen.

Ob sich das Verfahren branchenweit durchsetzt, wird sich zeigen. Doch dass ein sauberer Weg technisch machbar und wirtschaftlich attraktiv ist, verschiebt die Messlatte für die gesamte Industrie.

Diese Geschichte ist zu gut, um sie für sich zu behalten.

So erzählst du es weiter

„Gold aus Gestein holen ohne Gift – und das krebserregende Arsen wird einfach in Glas eingeschmolzen. Eine kanadische Firma zeigt, dass der schmutzigste Bergbau sauberer geht."

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