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Fischotter kehrt nach 100 Jahren in den Bronx River zurück

Eine Kamerafalle filmte den ersten Fischotter seit rund 100 Jahren im Bronx River – ein Zeichen für 50 Jahre erfolgreiche Flussreinigung.

Der Bronx River galt lange als eine der am stärksten vernachlässigten Wasserstraßen der USA: verschmutzt durch Industrieabwässer, zugemüllt und über weite Strecken kanalisiert. Seit rund 50 Jahren arbeiten Behörden, Umweltorganisationen und freiwillige Anwohner gemeinsam daran, den Fluss wieder in einen lebendigen Lebensraum zu verwandeln. Ein Fund im Juni zeigt jetzt, wie weit diese Arbeit vorangekommen ist.

Eine Bewegungskamera, die der Naturschützer RJ Hawkins gemeinsam mit der Wildlife Conservation Society entlang des Flusses aufgestellt hatte, filmte einen Fischotter – nach heutigem Kenntnisstand der erste seiner Art im New Yorker Stadtteil Bronx seit etwa 100 Jahren. „Als ich die Aufnahmen zum ersten Mal sah, konnte ich kaum glauben, was ich da sah“, sagte Hawkins. Fischotter waren einst in den Gewässern des Bundesstaats New York weit verbreitet, verschwanden aber durch Wasserverschmutzung, zerstörte Lebensräume und ungeregelte Bejagung fast vollständig. Weil die Tiere nur dort überleben, wo Wasser sauber und Beutefische reichlich vorhanden sind, gelten sie unter Biologen als verlässlicher Indikator für die Gesundheit eines Süßwasser-Ökosystems.

Die Sichtung reiht sich ein in eine längere Erfolgsgeschichte: Bereits 2007 kehrten am Bronx River nach mehr als 200 Jahren wieder Biber zurück, ein ebenfalls viel beachtetes Zeichen der Erholung. Craig Piper von der Bronx Zoo betonte, die Rückkehr des Otters sei „das Ergebnis jahrzehntelanger Sanierungsarbeit für saubereres Wasser und gesündere Lebensräume – ein Gewinn für Tiere und Menschen gleichermaßen“. Auch Javier Lopez von der Bronx River Alliance, einer Organisation, die sich seit Jahrzehnten für den Fluss einsetzt, ordnete den Fund historisch ein: Er sei ein Geschenk an die Gemeinden, die seit 50 Jahren dafür kämpften, den Fluss wieder lebendig zu machen.

Forschende mahnen zur Vorsicht: Eine einzelne Beobachtung bedeutet noch nicht, dass sich dauerhaft Otter am Fluss ansiedeln. Doch als Signal ist der Fund bedeutsam, denn er zeigt, dass der Bronx River heute wieder in der Lage ist, Wildtiere zu tragen, die dort seit Generationen als verschwunden galten. Für eine Metropole wie New York, in der die meisten Flüsse jahrzehntelang vor allem als Industriekanäle galten, ist das ein seltenes gutes Zeichen: Wenn in einen Fluss investiert wird, kann sich die Natur davon tatsächlich erholen.

Diese Geschichte ist zu gut, um sie für sich zu behalten.

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„In einem New Yorker Fluss, der jahrzehntelang als Industriekanal galt, wurde jetzt zum ersten Mal seit 100 Jahren wieder ein Fischotter gefilmt."

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