Forschung zu Malaria, Hitze und Antibiotika erhält Förderung
40 interdisziplinäre Teams an der Johns Hopkins University erhalten bis zu 150.000 Dollar für neue Lösungen.

Die Johns Hopkins University in Baltimore setzt mit ihren Discovery Awards ein starkes Zeichen für interdisziplinäre Forschung. Seit elf Jahren fördert das Programm Projekte, die mindestens zwei Fachbereiche der Universität zusammenbringen. In diesem Jahr wurden 40 von 324 eingereichten Vorschlägen ausgewählt – ein Zeichen für die hohe Qualität und Kreativität der Forschungsideen.
Die Bandbreite der geförderten Projekte ist beeindruckend. Ein Team aus Ingenieuren, Zellbiologen und Mikrobiologen arbeitet an einer neuartigen Therapie gegen bakterielle Infektionen. Angesichts zunehmender Antibiotikaresistenzen entwickeln sie sogenannte "lebende Antibiotika" – Zellen, die die natürliche Fähigkeit von Immunzellen nachahmen, Krankheitserreger aufzuspüren und zu zerstören. Ein anderes Projekt nutzt Künstliche Intelligenz, um schwere Malariafälle frühzeitig zu erkennen. Die Forscher kombinieren Ultraschallbilder mit Algorithmen, um gefährliche Verläufe vorherzusagen.
Ein besonders praxisnahes Projekt beschäftigt sich mit der Hitzebelastung in Baltimore. Die Stadt leidet unter extremen Temperaturen, die in verschiedenen Stadtvierteln sehr unterschiedlich ausfallen. Das Team aus Erd- und Planetenwissenschaftlern, Biostatistikern und Epidemiologen hat ein Netz von fast 60 Wetterstationen in der ganzen Stadt aufgebaut. Aus den Daten erstellen sie detaillierte Hitzekarten, die zeigen, wo die Belastung am höchsten ist. Diese Karten sollen nicht nur der Forschung dienen, sondern auch der Stadtverwaltung helfen, etwa Kühlzentren gezielt zu platzieren oder Hitzeschutzmaßnahmen für Arbeiter im Freien zu verbessern.
Die Discovery Awards sind Teil eines 85 Millionen Dollar schweren Engagements der Universitätsleitung. Jedes Team kann bis zu 150.000 Dollar beantragen, um neue Kooperationen zu starten und sich auf größere, extern finanzierte Projekte vorzubereiten. "Interdisziplinäre Lösungen sind nötig, um die komplexesten Herausforderungen unserer Zeit zu bewältigen", sagte Universitätspräsident Ron Daniels. Die Förderung zeigt, dass wissenschaftlicher Fortschritt oft dort entsteht, wo verschiedene Fachrichtungen ihre Perspektiven bündeln.
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„40 Forschungsteams bekommen Geld, um echte Probleme zu lösen – von Malaria bis Hitzewellen. Das nenne ich Fortschritt."
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