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tiere Palästina · PS

Gazas Meeresbiologe erforscht bedrohte Rochen im Krieg

Trotz Zerstörung und Vertreibung sammelt Mohammed Abu Daya weiter Daten über die gefährdeten Riesen-Teufelsrochen.

07. Juli 2026 1 Min. Lesezeit KI-recherchiert · von Menschen verantwortet Quelle: Mongabay

Mohammed Abu Daya ist Meeresbiologe aus Gaza. Seine Arbeit gilt den Spinetail-Teufelsrochen, auch Riesen-Teufelsrochen genannt – eine vom Aussterben bedrohte Art, die durch das Mittelmeer und darüber hinaus zieht. Nur wenige Wissenschaftler haben sich auf diese Tiere spezialisiert. Noch weniger haben sie von Gaza aus erforscht, wo die Küstengewässer Teil ihres Lebensraums sind.

Vor dem Krieg lehrte Abu Daya an palästinensischen Universitäten und arbeitete im Nationalen Forschungszentrum von Gaza. Er fuhr mit Fischern aufs Meer, maß die an Land gebrachten Rochen, beobachtete die Märkte und sammelte Daten über eine Art, die meist nur im westlichen Mittelmeer untersucht wird. Seine Arbeit half, Gaza als Teil des bekannten Verbreitungsgebiets dieser bedrohten Wanderfische zu etablieren.

Der Druck auf das Meer vor Gaza war bereits vor dem Krieg enorm. Israelische Beschränkungen begrenzten die Fanggebiete der Fischer. Die Fischbestände waren zurückgegangen. Armut und hohe Treibstoffkosten zwangen die Menschen, alles zu fangen, was in Küstennähe zu bekommen war. Als 2013 eine große Gruppe von Teufelsrochen vor Gazas Küste auftauchte, landeten Fischer mehrere Hundert von ihnen. Abu Daya sah darin nicht nur ein Versagen des Artenschutzes. Er versuchte zu verstehen, was dazu geführt hatte – das Fehlen lokaler Schutzsysteme und die Not der Menschen, die kaum Alternativen hatten.

Dann kam der aktuelle Krieg. Abu Daya verlor sein Zuhause, sein Büro und den regelmäßigen Zugang zum Meer. Universitäten, Bibliotheken, Fischerboote und Anlandestellen wurden zerstört. Doch er gibt nicht auf. Unter extremen Bedingungen sammelt er weiter Daten, um das Überleben der Rochen zu dokumentieren. Seine Geschichte zeigt, dass wissenschaftliche Arbeit selbst in Kriegsgebieten möglich ist – und dass der Schutz bedrohter Arten auch dann nicht aufgegeben wird, wenn alles andere zusammenbricht.

Diese Geschichte ist zu gut, um sie für sich zu behalten.

So erzählst du es weiter

„Ein Wissenschaftler in Gaza erforscht bedrohte Rochen – mitten im Krieg. Unglaublich, oder?"

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