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wissenschaft Weltraum · XX

Hubble zeigt Sternen-Kinderstube mit 2500 jungen Sternen

Die Entdeckung: Sterne können Millionen Jahre lang wachsen – länger als gedacht.

Beat: Innovation & Wirtschaft · Peer-Review

Das Weltraumteleskop Hubble hat ein atemberaubendes Bild einer kosmischen Kinderstube aufgenommen. Die Aufnahme zeigt die Region LH 95 in der Großen Magellanschen Wolke, einer kleinen Nachbargalaxie unserer Milchstraße. Dort leuchten junge, blaue und weiße Sterne vor leuchtend roten Wolken aus Wasserstoffgas. Die Farben sind nicht natürlich, sondern wurden so gewählt, dass bestimmte Wellenlängen sichtbar werden: Blau für kurze, Rot für längere Wellenlängen. Das intensive Rot kommt von Wasserstoff-Alpha-Strahlung, einem Zeichen dafür, dass hier aktiv neue Sterne entstehen.

Die hellsten blauen Sterne in LH 95 sind wahre Schwergewichte: Sie haben mindestens die dreifache Masse unserer Sonne und strahlen starke ultraviolette Strahlung ab. Diese Energie heizt das umliegende Gas auf und formt die Nebel in ihre heutige Gestalt. Dunkle Staubbänder widerstehen der Erosion und erzeugen einen dramatischen Kontrast zu den leuchtenden Wolken.

Hubble hat in dieser Region etwa 2500 Sterne entdeckt, die noch nicht vollständig ausgewachsen sind. Sie haben fast ihre gesamte Masse angesammelt, aber die Kernfusion – die Energiequelle eines Sterns – hat noch nicht gezündet. Diese sogenannten Vor-Hauptreihen-Sterne ziehen weiterhin Gas und Staub aus ihren Geburtswolken an. Die Beobachtungen zeigen, dass dieser Prozess mehrere Millionen Jahre andauern kann, länger als frühere Modelle annahmen. Das verändert das Verständnis davon, wie Sterne ihre endgültige Masse aufbauen.

Besonders spannend: In LH 95 leben mehrere Generationen von Sternen nebeneinander. Der massereichste Stern der Region, etwas links der Mitte, hat 60- bis 70-fache Sonnenmasse, ist aber etwa eine Million Jahre jünger als seine Nachbarn. Solche Riesensterne verbrennen ihren Brennstoff schnell und enden in gewaltigen Supernova-Explosionen, die schwere Elemente für künftige Sterne freisetzen.

LH 95 ist für Astronomen besonders wertvoll, weil sie relativ nah und weniger von Staub verdeckt ist als vergleichbare Regionen in unserer eigenen Milchstraße. So können sie Tausende von Sternen in verschiedenen Entwicklungsstadien gleichzeitig beobachten. Hubbles Arbeit wird durch das James-Webb-Weltraumteleskop ergänzt, und das Nancy-Grace-Roman-Teleskop, das im Spätsommer starten soll, wird die Erforschung des Kosmos weiter voranbringen.

Diese Geschichte ist zu gut, um sie für sich zu behalten.

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„Hubble hat 2500 junge Sterne entdeckt, die noch wachsen – und zwar Millionen Jahre länger als gedacht. Krass, oder?"

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