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Indigene Stammesgesetze schützen Pangoline in Nagaland

42 Dörfer verbieten Jagd auf die am stärksten gehandelten Säugetiere der Welt

25. Mai 2026 1 Min. Lesezeit KI-recherchiert · von Menschen verantwortet Quelle: Mongabay

Im Nordosten Indiens, im Bundesstaat Nagaland, haben sich 42 Dörfer der Sangtam Naga Gemeinschaft zusammengeschlossen, um Pangoline zu schützen. Der oberste Stammesrat, die United Sangtam Likhum Pumji (USLP), verabschiedete im Februar dieses Jahres eine Resolution, die die Jagd auf die Schuppentiere verbietet. Die Dorfräte sind für die Durchsetzung verantwortlich, und Verstöße werden vor Gewohnheitsgerichten verhandelt.

Pangoline gelten als die am stärksten gehandelten Säugetiere der Welt. In Indien sind sie zwar durch nationale Gesetze geschützt, doch die Durchsetzung gestaltet sich in Regionen wie Nagaland schwierig, wo Land- und Ressourcenmanagement weitgehend durch lokale Gewohnheitsrechte geregelt wird. Monesh Tomar, stellvertretender Manager der Naturschutzorganisation Wildlife Trust of India (WTI), erklärte gegenüber Mongabay India, dass viele Gemeinden die nationalen Gesetze nicht vollständig kennen. Zudem erschweren die engen sozialen Netzwerke zwischen Beamten und Gemeindemitgliedern die Durchsetzung.

Traditionell war die Pangolinjagd in Teilen Nagalands von kulturellen Überzeugungen geprägt. „Unsere Vorfahren sagten, wenn ein Pangolin ein Haus betritt, sei das ein schlechtes Omen oder ein Fluch“, berichtete L. Kipitong Sangtam, ein 61-jähriger Bewohner von Kiphire und Mitglied der USLP. „Früher versuchte man, das Tier zu fangen und zu töten, manchmal grub man es sogar aus seinem Bau.“ Heute ist die Jagd vor allem durch die lokale Nachfrage nach Fleisch und Schuppen für Schmuck motiviert, wie Mukesh Thakur, Wildtierforensiker beim Zoological Survey of India, ergänzt.

Die Resolution der USLP ist ein bedeutender Schritt, da sie die Stammesgesetze nutzt, um eine strukturelle Veränderung im Schutz der Pangoline zu bewirken. Statt auf schwer durchsetzbare nationale Gesetze zu setzen, wird die Verantwortung auf die Gemeinden übertragen, die ihre eigenen Regeln und Sanktionen anwenden. Dies könnte ein Modell für andere Regionen sein, in denen indigene Gemeinschaften eine Schlüsselrolle im Naturschutz spielen.

Diese Geschichte ist zu gut, um sie für sich zu behalten.

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„42 Dörfer verbieten die Jagd auf Pangoline – ein Stammesrat macht den Unterschied!"

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