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Kanada rettet Wale aus geschlossenem Freizeitpark

30 Belugas und 4 Delfine sollen in Aquarien in den USA und Spanien ein neues Zuhause finden.

04. Juni 2026 2 Min. Lesezeit KI-recherchiert · von Menschen verantwortet Quelle: Mongabay

Die kanadische Regierung hat am Mittwoch einen Plan genehmigt, die letzten Wale aus einem geschlossenen Freizeitpark in Ontario in Aquarien in den USA und Spanien zu bringen. Dieser Schritt könnte die Tiere vor der Masseneuthanasie bewahren, falls der Deal zustande kommt. In dem Marineland-Park in Niagara Falls, Ontario, leben noch 30 Belugas und vier Delfine. Der Park hatte Anfang 2023 angekündigt, dass er zum Verkauf steht, und wurde im Spätsommer 2024 für die Öffentlichkeit geschlossen. Ein Verkauf wurde bisher nicht bekannt gegeben.

Die ehemalige Touristenattraktion arbeitet nun daran, die verbliebenen Tiere umzusiedeln und das weitläufige Grundstück in der Nähe der Horseshoe Falls zu verkaufen. Im Jahr 2024 wurde Marineland im Rahmen eines Falls, der die Pflege von drei Schwarzbären betraf, nach Ontarios Tierschutzgesetzen für schuldig befunden. Die Fischerei- und Ozeanbehörde Kanadas hat die ersten Genehmigungen für den Transport der Wale ausgestellt und wird weitere Genehmigungen kurz vor dem Umzug erteilen, der in den nächsten Monaten stattfinden soll.

Die Behörde hat kürzlich Genehmigungen für die Wale und Delfine im Rahmen des Übereinkommens über den internationalen Handel mit gefährdeten Arten freilebender Tiere und Pflanzen, kurz CITES, ausgestellt. „Ich denke, das ist ein positiver Schritt nach vorne“, sagte Fischereiministerin Joanne Thompson. „Es gibt noch mehr Arbeit zu tun, aber es ist ein Schritt nach vorne.“ Seit 2019 sind im Marineland 20 Wale gestorben – 19 Belugas und ein Schwertwal –, wie aus Regierungsdaten hervorgeht, die durch Informationsfreiheitsgesetze und offizielle Stellungnahmen erlangt wurden.

Der Umzug der Tiere ist nicht nur eine Rettungsaktion, sondern auch ein Zeichen dafür, dass sich die Haltung von Meeressäugern in Gefangenschaft verändert. Immer mehr Länder und Regionen verbieten oder erschweren die Haltung von Walen und Delfinen in Freizeitparks. Kanada selbst hat 2019 ein Gesetz verabschiedet, das die Zucht und den Import von Walen und Delfinen verbietet. Der Umzug der Tiere aus Marineland zeigt, dass die Behörden bereit sind, die Konsequenzen aus diesen Gesetzen zu ziehen und den Tieren ein besseres Leben zu ermöglichen.

Die Zukunft der Wale und Delfine ist jedoch noch nicht endgültig gesichert. Die endgültigen Genehmigungen müssen noch erteilt werden, und der Transport selbst ist riskant. Doch die Entscheidung der kanadischen Regierung gibt Anlass zur Hoffnung, dass die Tiere bald in einer Umgebung leben können, die ihren Bedürfnissen besser entspricht.

Diese Geschichte ist zu gut, um sie für sich zu behalten.

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