Klimakorridor in Kirgisistan schützt Schneeleoparden und Weidetiere
800.000 Hektar verbinden Schutzgebiete und sichern Lebensgrundlagen

Hintergrund
Schneeleoparden gelten in Kirgisistan als Nationalsymbol, doch ihr Überleben ist bedroht. Die Weltnaturschutzunion IUCN listet die Art als verwundbar, mit geschätzten 3.500 bis 7.500 Tieren in zwölf Ländern. In Kirgisistan leben etwa 300 Exemplare. Die Tiere sind extrem scheu und leben in unzugänglichen Hochgebirgsregionen, was Zählungen und Schutzmaßnahmen erschwert.
Die größte Bedrohung für die Schneeleoparden ist der Klimawandel, der ihre Lebensräume verändert und fragmentiert. Gleichzeitig sind die Weideflächen der lokalen Hirten von denselben klimatischen Veränderungen betroffen. Bisherige Schutzgebiete waren oft isoliert und boten den Tieren keine sicheren Wanderkorridore.
Was ist passiert
Der Ak-Ilbirs-Korridor wurde 2025 eingerichtet und erstreckt sich über rund 800.000 Hektar in Zentralkirgisistan. Er verbindet mehrere bestehende Schutzgebiete miteinander und umfasst Weideland, Wälder und andere Ökosysteme in 14 ländlichen Gemeinden. Der Name bedeutet auf Kirgisisch „Weißer Leopard“.
Das Besondere an diesem Korridor ist seine klimabewusste Planung: Er wurde so konzipiert, dass er auch unter veränderten Klimabedingungen funktionsfähig bleibt. Die Regeln des Korridors sind nicht nur auf den Schutz der Wildtiere ausgerichtet, sondern beziehen die Menschen vor Ort aktiv ein. Die lokale Bevölkerung kann weiterhin in dem Gebiet leben, ihre Herden weiden lassen und arbeiten.
Warum das wichtig ist
„Projekte wie dieses geben Hoffnung, weil man Veränderungen auf politischer Ebene und Veränderungen in den Denkweisen der Menschen vor Ort sehen kann“, sagte Maarten Hofman, stellvertretender Programmbeauftragter des UN-Umweltprogramms (UNEP), gegenüber Mongabay. Der Korridor zeigt, dass Naturschutz und menschliche Nutzung kein Widerspruch sein müssen.
Für die Schneeleoparden bedeutet der Korridor einen überlebenswichtigen Rückzugsraum und die Möglichkeit, zwischen verschiedenen Populationen zu wandern. Für die Hirten sichert er langfristig ihre Weideflächen und schafft Anreize für nachhaltige Bewirtschaftung. Das Projekt gilt als Modell für andere Regionen Zentralasiens, die vor ähnlichen Herausforderungen stehen.
Ausblick
Der Ak-Ilbirs-Korridor ist der erste seiner Art in der Region, der explizit für den Klimawandel ausgelegt ist. Er könnte als Blaupause für weitere grenzüberschreitende Schutzprojekte dienen, da Schneeleoparden in zwölf Ländern vorkommen. Die Einbeziehung der lokalen Bevölkerung in die Gestaltung und Umsetzung des Korridors erhöht die Akzeptanz und die langfristige Wirksamkeit.
Die nächsten Schritte umfassen die Überwachung der Tierwanderungen und die Anpassung der Bewirtschaftungsregeln an die tatsächlichen Klimaveränderungen. Wenn das Modell erfolgreich ist, könnte es auf andere bedrohte Arten und Ökosysteme in Zentralasien übertragen werden.
Diese Geschichte ist zu gut, um sie für sich zu behalten.
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„Wow, Kirgisistan schafft auf 800.000 Hektar einen Korridor für Schneeleoparden und Weidetiere – das hilft Mensch und Natur!"
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