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Schildkröten-Rückkehr: Artenschutz-Erfolge trotz globaler Krise

Floreana-Riesenschildkröte kehrt zurück, Grüne Meeresschildkröte nicht mehr gefährdet

22. Mai 2026 4 Min. Lesezeit KI-recherchiert · von Menschen verantwortet Quelle: Mongabay

Hintergrund

Mehr als die Hälfte aller 359 Schildkröten- und Landschildkrötenarten ist vom Aussterben bedroht. Die Internationale Union zur Bewahrung der Natur (IUCN) listet 68 Arten als vom Aussterben bedroht. Die Tiere haben Dinosaurier überlebt und mehrere Eiszeiten, doch die menschengemachten Bedrohungen – Klimawandel, Lebensraumverlust, Wilderei – sind zu schnell für ihre evolutionäre Anpassungsfähigkeit. Die Burmesische Dachschildkröte (Batagur trivittata) etwa hat nur noch zehn geschlechtsreife Individuen in freier Wildbahn.

Was ist passiert

Gleich mehrere positive Entwicklungen zeichnen sich ab. Die Floreana-Riesenschildkröte (Chelonoidis niger niger), die vor rund 180 Jahren auf den Galápagos-Inseln für ausgestorben erklärt wurde, kehrte im Februar 2025 auf ihre Heimatinsel zurück. Ein langjähriges Zuchtprogramm nutzte Tiere einer anderen Insel, die noch Floreana-DNA trugen. Zudem wurde die Grüne Meeresschildkröte (Chelonia mydas), deren Bestand global um rund 28 Prozent seit den 1970er Jahren zugenommen hat, von der Roten Liste der gefährdeten Arten auf nicht bedroht herabgestuft. In Mexiko stellte eine Polizeioperation im November 2025 über 2.300 lebende, wild gefangene Süßwasserschildkröten sicher – darunter 55 vom Aussterben bedrohte Vallarta-Schlammschildkröten (Kinosternon vogti), die kleinsten Schildkröten der Welt.

Warum das wichtig ist

Diese Erfolge zeigen, dass gezielter Artenschutz messbare Ergebnisse liefert. Die Rückkehr der Floreana-Riesenschildkröte ist nicht nur ein symbolischer Sieg, sondern stellt ein Schlüsselelement des Inselökosystems wieder her – die Tiere verbreiten Samen und gestalten die Vegetation. Die Herabstufung der Grünen Meeresschildkröte beweist, dass internationale Schutzabkommen und nachhaltige Fischereipraktiken wirken können. Die mexikanische Razzia unterstreicht die Bedeutung von Strafverfolgung gegen Wilderei, die jährlich Millionen Tiere aus der Natur reißt. Für Entscheider in Unternehmen und Bildungseinrichtungen sind diese Beispiele Belege dafür, dass Investitionen in Biodiversität nicht nur ethisch, sondern auch strategisch klug sind: Sie sichern langfristig Ökosystemleistungen und stärken das Image.

Ausblick

Trotz dieser Erfolge bleibt die Lage kritisch. Der World Turtle Day am 23. Mai erinnert daran, dass der Schutz von Schildkröten und Landschildkröten weiterhin hohe Priorität braucht. Die Wiederansiedlung der Floreana-Riesenschildkröte ist ein Modell für andere Arten, doch sie erfordert jahrzehntelange Betreuung. Die mexikanischen Behörden planen nun, die beschlagnahmten Tiere in Schutzgebieten auszuwildern. Für Unternehmen und Institutionen bieten sich Kooperationen mit Naturschutzorganisationen an – etwa durch Patenschaften für Niststrände oder Unterstützung von Zuchtprogrammen. Die Botschaft ist klar: Artenschutz ist kein Luxus, sondern eine Investition in die Zukunft.

Diese Geschichte ist zu gut, um sie für sich zu behalten.

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„Schildkröten kehren zurück – und das zeigt, dass Artenschutz wirklich funktioniert! 🐢"

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