Müttersterblichkeit weltweit sinkt weiter
2023 starben 197 von 100.000 Müttern bei Geburt – weniger als 2022 (203)

Die Müttersterblichkeit – also die Zahl der Frauen, die während der Schwangerschaft, bei der Geburt oder kurz danach sterben – ist ein Gradmesser für die medizinische Versorgung und die soziale Stellung von Frauen. Laut aktuellen Daten der Weltbank ist diese Rate weltweit von 203 Todesfällen pro 100.000 Lebendgeburten im Jahr 2022 auf 197 im Jahr 2023 gesunken. Das bedeutet, dass im vergangenen Jahr etwa 6 von 100.000 Müttern mehr überlebt haben als im Vorjahr. Der Rückgang ist zwar gering, aber er setzt einen positiven Trend fort, der sich über die letzten Jahrzehnte abzeichnet. Bessere Ausbildung von Hebammen, mehr Kliniken in ländlichen Gebieten und wirksamere Medikamente gegen Blutungen und Infektionen tragen dazu bei. Dennoch bleibt die Müttersterblichkeit in vielen Ländern Afrikas südlich der Sahara und in Südasien erschreckend hoch. Die Weltbank betont, dass die globalen Fortschritte ungleich verteilt sind: Während Länder wie Ruanda oder Thailand große Erfolge erzielen, stagnieren andere. Zudem sind die Daten mit Unsicherheiten behaftet, da viele Todesfälle nicht erfasst werden. Trotz dieser Einschränkungen ist der Rückgang ein ermutigendes Zeichen: Er zeigt, dass politische Maßnahmen und internationale Zusammenarbeit Leben retten können. Um das UN-Ziel einer maximalen Rate von 70 pro 100.000 bis 2030 zu erreichen, müsste der Rückgang jedoch deutlich schneller erfolgen.
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„Wusstest du, dass die Müttersterblichkeit weltweit sinkt? 2023 starben weniger Frauen bei der Geburt als im Jahr zuvor."
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