Ökologie

Nach 200 Jahren wieder wilde Pferde in Kasachstan geboren

Zwei Fohlen kamen in einem Wiederansiedlungsprojekt zur Welt, die ersten wild geborenen Wildpferde in Kasachstan seit 200 Jahren.

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KI-generierte Illustration. Zeigt nicht den Ort der Geschichte.

Vor 30 Jahren gab es dieses Pferd in freier Wildbahn schlichtweg nicht mehr. Das Przewalski-Pferd, benannt nach dem russischen Forscher, der es im 19. Jahrhundert beschrieb, ist die einzige echte Wildpferdart, die überlebt hat, alle anderen frei lebenden Pferde stammen von domestizierten Tieren ab. Bis 1996 galt die Art in ihrer Heimat als ausgestorben, überlebt hatte sie nur in Zoos.

Jetzt zeigt sich, wie weit die Rückkehr schon gediehen ist. Im 489.000 Hektar großen Altyn-Dala-Reservat in der kasachischen Steppe brachten zwei Stuten im August ihre Fohlen zur Welt, am 22. eine Mutter namens Tessa, am 31. eine Mutter namens Umbra. Beide Fohlen stammen vom selben Vater, dem Hengst Zorro, der inzwischen gestorben ist.

"Die Geburt dieser beiden Fohlen ist wichtig, weil sie zeigt, dass sich die Pferde an dieses Klima und dieses Gebiet anpassen", sagte Alyona Krivosheyeva von der kasachischen Artenschutzorganisation ACBK. "Das ist der Beweis, dass das, was wir tun, funktioniert." Es sind die ersten wild geborenen Wildpferde auf kasachischem Boden seit mehr als zwei Jahrhunderten.

Das Reservat beherbergt neben den Wildpferden auch Saiga-Antilopen und asiatische Wildesel, alles Arten, die in derselben Steppe fast verschwunden waren. Auch in Deutschland leben längst Przewalski-Pferde in Wildnisgebieten wie der Döberitzer Heide bei Berlin. Die kasachische Steppe bekommt jetzt ihre eigenen wilden Nachkommen zurück.

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Archiv vor September 2026, nicht nach heutigem Verfahren geprüft. Berichtet von Mongabay.
Bild
KI-generierte Illustration. Zeigt nicht den Ort der Geschichte.