Infrastruktur

Neue Zement-Methode spart 98% CO₂

Forscher ersetzen Hitze durch Strom und recycelte Materialien – Energieverbrauch sinkt um 70%.

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KI-generierte Illustration. Zeigt nicht den Ort der Geschichte.

Zement ist überall um uns herum – in Häusern, Brücken und Straßen. Doch seine Herstellung ist eine der größten Klimasünden: Sie verursacht rund acht Prozent aller weltweiten CO₂-Emissionen. Der Grund: Um aus Kalkstein Zement zu machen, muss das Gestein auf über 1400 Grad Celsius erhitzt werden. Das geschieht meist mit fossilen Brennstoffen wie Kohle oder Gas. Gleichzeitig entweicht beim Erhitzen CO₂ aus dem Kalkstein selbst – ein doppelter Klima-Schlag.

Ein Forschungsteam hat nun einen Weg gefunden, diesen Prozess radikal zu verändern. Statt Kalkstein zu erhitzen, nutzen sie recycelte Zementreste aus alten Gebäuden und setzen auf Strom als Energiequelle. Der Strom wird genutzt, um die chemischen Reaktionen in Gang zu setzen, die den Zement aushärten lassen. Das Verfahren, das die Forscher im Fachblatt Nature vorstellen, senkt den Energieverbrauch um 70 Prozent und die CO₂-Emissionen um bis zu 98 Prozent.

Der Clou: Der Strom kann aus erneuerbaren Quellen wie Wind oder Sonne kommen. Damit wäre die Zementproduktion nicht mehr an fossile Brennstoffe gebunden. Zudem lassen sich die recycelten Materialien leicht beschaffen – alter Zement fällt bei Abrissen ohnehin an. Das Verfahren könnte also schnell und ohne große neue Rohstoffquellen skalieren.

Die Bedeutung dieser Entwicklung ist enorm. Zement ist nach Wasser der meistgenutzte Stoff der Welt. Wenn sich die Herstellung klimafreundlich gestalten lässt, wäre das ein gewaltiger Schritt für den Klimaschutz – ohne dass wir auf Beton als Baustoff verzichten müssten. Die Forscher arbeiten nun daran, das Verfahren für die Industrie nutzbar zu machen.

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Archiv vor September 2026, nicht nach heutigem Verfahren geprüft. Berichtet von Anthropocene Magazine.
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KI-generierte Illustration. Zeigt nicht den Ort der Geschichte.

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